In eigener Sache
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Vorgestellt: Yvette Reinhold
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Bitte stellen Sie sich mit eigenen Worten vor.
Mein Name ist Yvette Eve Reinhold und ich lebe mit meinem Lebensgefährten René und unserem Kater Bundy in Marienberg, im wunderschönen Erzgebirge. Ich bin Diplom-Sozialpädagogin und verbringe meine freie Zeit gern in meinem Garten, mit lesen und dem Sammeln und anfertigen von Teddybären.

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Wann haben Sie mit dem Bären machen begonnen und was war der Anlass dafür?
Ich sammle seit einigen Jahren Bären und sah 2002 in einer Zeitung einen Kugelbär. Den fand ich so schön, dass ich ihn kaufen wollte. Er war aber zum selber machen und so kaufte ich die Zeitung, das Zubehör ... und das ist schon die ganze Geschichte. Unspektakulär aber wahr.
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Können Sie sich noch an den ersten Teddy erinnern, den Sie selbst gefertigt haben?
Ja, es ist der bereits oben genannte "Kugelbär". Er ist mit meinen heutigen Bären nicht mehr vergleichbar, aber ich bin dennoch sehr stolz auf ihn. Zumal ich vorher bereits beim Annähen von Knöpfen gescheitert bin. Auf meiner Homepage kann man ihn anschauen.
Wieviele eigene Schnitte haben Sie schon ungefähr entworfen?
Ich fertige jeden meiner Bären nur einmal an, das heißt natürlich auch, dass ich die Schnitte danach nicht
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mehr verwende. Einige ändere ich ab oder mixe die Teile, so habe ich unzählige Variationsmöglichkeiten. Manchmal ist das Ergebnis unbefriedigend, häufig aber erstaunlich gut. 15 Schnitte sind es ganz sicher, eher mehr.
Mit welchen Größen und Materialen arbeiten Sie am liebsten?
Die Größen sind sehr unterschiedlich, ich arbeite phasenweise. Eine Zeit lang habe ich nur Miniaturbären gefertigt und als ich das "satt" hatte, habe ich sofort mit den Großen ab 45 cm aufwärts angefangen. Ich habe eine Idee, den passenden Stoff und los geht's. Je nach Lust und Laune, alte Polsterstoffe, Mohair, Alpaka, Küchentücher, alte Kleider ...

Haben Sie einen absoluten Lieblingsteddy? Falls ja, warum gerade ihn?
Mein liebster Bär ist "Why me?". Er bedeutet mir sehr viel, weil ich ihn in einer Zeit gefertigt habe, wo ich auf ein medizinisches Gutachten gewartet habe. Daher auch der Name "Warum ich?". Er ist voller Symbolik: Rot für Leben, das vierblättrige Kleeblatt für Glück und Hoffnung, zwei Narben (Körper und Seele). Er sieht traurig aus, weil ich mich damals so gefühlt habe. In Wiesbaden hat mir ein englischer Sammler viel Geld für ihn geboten, aber er ist ein Teil von mir und bleibt da, wo er ist. Bei mir!
Im Übrigen kann ich sagen, dass zum Glück alles gut ausgegangen ist!

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Woher nehmen Sie die Ideen für Ihre Teddys? Was inspiriert Sie?
Das ist sehr unterschiedlich. Ich habe durch meine Arbeit mit den verschiedensten Menschen zu tun, eine Quelle der Inspiration! Außerdem bin ich, sehr zum Leidwesen meines Lebensgefährten, eine Sammlerin von KrimsKrams. Ich kann alles gebrauchen, schöne Stoffe, alte Knöpfe, Borten und Garne, Eimerchen und Steinchen... Dabei weiß ich oft nicht, was ich alles habe. Aber wehe, ich durchstöbere in einem Anfall von Ordnungsliebe meine "Schätze" ... dann fliegen mir die Ideen nur so zu.
Was sind Ihre persönlichen Stärken?
Ich pflege mein inneres Kind, behandle andere mit Respekt und bin kommunikativ.
Was immer du aussendest, kehrt dreifach zurück.
Sammeln Sie auch Teddys anderer Künstler bzw. bestimmter Firmen?
Oh ja, ich sammle Bären seit Jahren und besitze ganz tolle Exemplare. Aber das behauptet schließlich jeder Sammler von seiner Sammlung, nicht wahr?! Die Bären müssen mich mitten ins Herz treffen, sozusagen Liebe auf den allerersten Blick.
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Nanook der wundervolle Eisbär von Petra aus Teddy & Co 3/04 gehört mir und ich habe Bären von Marjolein Vos, Martina Utecht und Ute Bischoff Maier. Ich liebe die Bären von Karin de Lorenzo, Margarete Nedballa und Silvia Gilles, weil sie so sind wie ihre Erschaffer im Umgang mit Kunden, einfach toll. Häufig tausche ich Bären mit anderen Bärenmachern, teilweise von Homepage zu Homepage. Firmenbären besitze ich keine.
Bevorzugen Sie traditionelle Teddys oder sollten es auch mal witzige und ausgefallene Exemplare sein?
Die Bären müssen mich berühren, Emotionen in mir auslösen, das Gefühl wecken, dass ich ohne sie nicht gehen kann. Dabei bin ich offen für alle Bärentypen. Die Checkerbären sind hammermäßig, ebenso die intergalaktischen Bären von Barbara Spiga. Aber ich mag eben auch Natur- und Babybären oder die abgeliebten, geflickten klassischen Kerlchen, vorausgesetzt die Nase ist schön gestickt. Nur so ein paar Fäden durchgezogen und das war´s, ist nicht mein Ding.

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Was war bisher Ihr größter und kleinster Teddy, den Sie gefertigt haben?
Mein größtes Bärenkind war 54 cm und das kleinste 7,5 cm.
Was ist für Sie das schönste beim Bärenmachen?
Es macht mich glücklich, wenn der fertige Bär meinen Vorstellungen entspricht. Es muss mir also gelungen
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sein, meine Idee so in einen Bären zu transportieren, dass er das ausdrückt, was ich mir gedacht habe. Wenn andere das dann auch noch erkennen, dann ist das ein besonderer Moment für mich. Ich freue mich, wenn andere Menschen mit mir ins Gespräch kommen, selbstgefertigte Bären mitbringen oder Bilder von ihnen schicken, Erinnerungen hervorkramen und mich daran teilhaben lassen. Ich sehe es als großes Glück an, dass ich von meinen Bären nicht leben muss und deshalb entspannt sein kann, ob meine Bären einen Menschen finden oder nicht.
Nehmen Sie regelmäßig an Messen, Börsen, Wettbewerben teil?
Bislang habe ich als Ausstellerin immer an der Erzgebirgischen Bärenmesse in Marienberg teilgenommen. Diese Messe ist nicht groß, aber sehr schön und findet immer im September in einer wunderschönen Jugendstilvilla statt. Sie zeichnet sich besonders durch die familiäre Atmosphäre aus. Jeder kann als Aussteller daran teilnehmen, die Gebühr ist gering und man wird vom Veranstalter richtig umsorgt. Ich kann sie jedem Bärenmacher nur empfehlen. Unter http://mekkultur.de/ kann man sich beim Veranstalter anmelden. Bei großen Messen war ich meist als Begleiterin meiner Freundin, die häufig ausstellt und tolle Bären macht. Von denen ich auch einige besitze.

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Haben Sie bereits einen Preis gewonnen?
2006 durfte ich in Zusammenarbeit mit der Firma Schulte einen Stoff nach meinen Ideen entwerfen. Diesen konnten die Mitgliedern der Bärenfreunde erwerben, um eigene Ideen umzusetzen oder einen Schnitt von mir nachzuarbeiten. Das Schnittmuster "Lil Cherry" wurde im Clubbrief August 2006 veröffentlicht. Die positive Resonanz vieler Bärenfreunde hat mich sehr gefreut.
In diesem Jahr habe ich zum ersten Mal mit einem meiner Bären an einem Wettbewerb teilgenommen. Es war der Ted WorldWide
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2007 und ich habe mit "Why me?" den 2. Platz belegt. Ich war sehr überrascht, als ich von meiner Nominierung erfuhr und freue mich unendlich über diesen Preis. Ich bedanke mich bei allen, die für meinen Bären gestimmt haben.
Haben Sie einen ganz persönlichen Wunsch in Bezug auf das Bären machen?
Ich wünsche mir etwas mehr Zeit für meine Bären, ich habe so viele Ideen. Nun beginnt bald die Zeit, in der Gärtner weniger zu tun haben, und dann werde ich mich wieder verstärkt der Umsetzung meiner Ideen widmen. Außerdem hoffe ich, das ich meine Arbeit behalte, so dass die Bären weiterhin "nur" Hobby bleiben können.
Was möchten Sie anderen Bärenfans und Bärenmachern mit auf den Weg geben?
Bären sollen Freude bereiten und JEDER ist schön, auf seine ganz besondere Weise. Wie wir Menschen. Deswegen verdient jeder Respekt, Neid und Missgunst haben dabei nichts zu suchen. Ich wünsche allen viel Freude mit ihren Bären, beim nähen wie beim sammeln. Über einen Besuch auf meiner Homepage würde ich mich sehr freuen.
Herzliche Grüße von Eve und den Heavenly Surrender Bären
Alle Fotos unterliegen dem Copyright von Yvette Reinhold.
Besuchen Sie die Heavenly Surrender Bären im Internet
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