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Bärenmacher(in) des Monats September 2009:

Susanne Heimel und die Susibären


Bitte stellen Sie sich mit eigenen Worten vor.
Mein Name ist Susanne Heimel, aber ich wurde mein Leben lang von allen nur Susi genannt. So war es auch mit meinen Bären: als ich mit dem Nähen der Bären anfing, nannten alle sie gleich die "Susibären". Ich bin Jahrgang 69, verheiratet mit dem liebsten Mann der Welt und wohne mit ihm und unserer Hündin Bonny mitten im Ruhrpott, in Gelsenkirchen. Die Welt meiner Bären ist freundlich und bunt und es gibt viele verschiedene Arten von Susibären und anderen Geschöpfen.

Susanne Heimel, Susibären   Wann haben Sie mit dem Bärenmachen begonnen und was war der Anlass dafür?
Ich war immer schon kreativ und habe alles Mögliche aus-
probiert. Bei einem Besuch auf der Creativa 1995 sah ich selbst genähte Bärchen. Ich war absolut überwältigt und sagte großspurig: das kann ich auch! Mein Mann nahm mich beim Wort, kaufte mir das nötige Material und ich nähte mein erstes Bärchen.

Da ich Bären schon immer liebte, war das Nachfolgende absehbar: Der Bären-Virus schlug erbarmungslos zu! Bei mir flatterten Kataloge ins Haus und ich studierte Teddy-Zeitschriften. Meine Bärchen nähte ich nach Schnitten aus Zeitschriften und aus Teddyläden. Einen Kurs habe ich nicht besucht. Bei mir war es " learning by doing". Irgendwann kam dann der Wunsch, Bären nach eigenen Schnitten zu nähen und seitdem entwerfe ich meine Schnitte selber.

Können Sie sich an den ersten, selbst gemachten Bären erinnern?
Es ist der oben erwähnte Bär aus dem Material von der Creativa, und er sitzt immer noch in meiner Vitrine.

Wieviele eigene Schnittmuster haben Sie schon entworfen?
Das habe ich nie gezählt. Ich schätze mal, es sind ca. 40 unterschiedliche, aus denen dann immer wieder verschiedene Variationen entstehen.

Susanne Heimel, Susibären

Mit welchen Größen und Materialien arbeiten Sie am liebsten?
Ich nähe am liebsten Bären zwischen 8 und 18 cm Größe. Dabei verwende ich verschiedene Materialien, die den Größen angemessen sind. Smokey Longpile, Vintage Rayon, Mohair in verschiedenen Ausführungen und Längen, Polsterstoffe ...

Haben Sie einen Lieblingsteddy?
Ich habe von meiner Oma einen Teddy zur Taufe bekommen, der mich bereits in meinen ersten Lebensjahren beschützt hat und mich mein Leben lang begleitet.

Susanne Heimel, Susibären

  Woher nehmen Sie die Ideen für Ihre Teddys? Was inspiriert Sie?
Mich inspirieren ganz viele Dinge: mal ist es schöne Deko oder eine Farbe, die mich ansprechen, mal ist es eine Alltags-
situation, ein schönes Fellchen, die Jahreszeit, eine Leckerei … Oft liege ich abends im Bett und meine Gedanken über-
schlagen sich, weil mir die Ideen nur so durch den Kopf sausen.

Was sind Ihre persönlichen Stärken?
Obwohl ich ein sehr lebhafter Mensch bin, kann ich beim Nähen abschalten und mich ganz auf meine Arbeit konzentrieren. In mir steckt immer noch ein Teil Kind und das lässt sich ganz auf die Bären ein. Mir gefällt es, wenn Dinge farblich aufeinander abgestimmt sind und man hat mir schon oft gesagt, dass ich ein Auge für Farben habe. Außerdem bin ich schon fast übergenau und lege Wert auf eine ordentliche Verarbeitung.
Sammeln Sie auch Teddys anderer Künstler bzw. bestimmter Firmen?
Oh ja, bei mir tummelt sich schon eine große Bärenschar. Dabei sind Bären bekannter Firmen, alte Bären und auch eine Menge von bekannten und zum Teil befreundeten Bärenmacherinnen. Wichtig ist mir eine gute und liebevolle Verarbeitung.

Bevorzugen Sie traditionelle Teddys oder sollten es auch mal witzige und ausgefallene Exemplare sein?
Ich habe keine bestimmten Vorzüge und liebe beide Arten von Bären. Wichtig ist mir, dass sie gut gemacht sind und Ausstrahlung haben. Wenn ich den Bären ansehe, muss es "Klick" machen.

Was war bisher Ihr größter und kleinster Teddy, den Sie gefertigt haben?
Der kleinste war bisher 5,8 cm und der größte ca. 35 cm groß.

Susanne Heimel, Susibären

Was ist für Sie das Schönste am Bärenmachen?
Man kann sich kreativ komplett austoben. Angefangen beim Auswählen und Färben der Stoffe, dem Entwerfen des Schnittes, dem Sculptieren der Körperteile und dem Dekorieren der Bären ...
man hat eine Menge Spielraum. Man haucht den Bären quasi Leben ein und dafür belohnen sie einen später mit einem Blick in die Augen.

Nehmen Sie regelmäßig an Messen, Börsen, Wettbewerben teil?
Ich gehe sehr gerne auf Messen, allerdings nur als Besucher. Dort treffe ich immer viele liebe Gleichgesinnte aus allen Teilen Deutschlands und dem Ausland.

Haben Sie bereits einen Preis gewonnen?
Bisher nur foreninterne Preise, da ich sonst nie an Wettbewerben teilgenommen habe.

Susanne Heimel, Susibären

  Haben Sie einen ganz persönlichen Traum in Bezug auf das Bären-
machen?

Bärenmachen ist für mich das schönste Hobby auf der Welt und ich hoffe, dass mir die Ideen und die Kreativität noch lange nicht ausgehen und ich weiterhin viel Freude daran habe. Was möchten Sie anderen Bären-
machern / Bärenfans mit auf den Weg geben? Habt Spaß am Bärenmachen und findet Euren eigenen Weg und Stil! Setzt Euch nicht unter Druck!

Bärige Grüße von Susi und den Susibären www.susibaer.de

Bildnachweis / Copyright: Susanne Heimel






 
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