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Bärenmacher(in) des Monats Juni 2011:

Sabine Nüsch (SaNü-Bären)


Bitte stellen Sie sich und Ihre Bären mit eigenen Worten vor.
Ich heiße Sabine Nüsch, bin im besten Alter und eine waschechte Hamburger Deern. Gemeinsam mit meinem Lebensgefährten, seinem Sohn und meinen drei Samtpfoten gehen meine Bären mit uns durch das Leben. Fast alle Bären sind aus eigenen Entwürfen entstanden und jeder für sich ist ein OOAK (one of a kind), also Einzelstück. Es gibt verschiedene Kategorien:

Bärenmacher-Porträt Sabine Nüsch, SaNü-Bären

Bärenmacher-Porträt Sabine Nüsch, SaNü-Bären
  Die "Klassiker" Bären nach alten Vorbildern, aber knuddeliger und rundlicher. Die "Nostalgiker", kleine antik aussehende Teddys, die sicher viel zu erzählen haben. Die "Naturalisten", eine Mischung zwischen klassischen Teddy- und Naturbären sowie die "Minkies", Echtfellteddys, aus Pelzen (überwiegend Nerz, dem Namensgeber). Für diese Teddys musste kein Tier sterben. Im Gegenteil, ausgediente Pelzmützen, -kragen, -schals oder -jacken erwachen so zum neuen Leben.

Wann haben Sie mit dem Bärenmachen begonnen und was war der Anlass dafür?
Als leidenschaftlicher Teddysammler, überwiegend der Firma Steiff, habe ich im Jahr 1999 durch Zufall eine Bärenbörse in Timmendorf besucht. Die dort ausgestellten Künstlerbären übten eine große Faszination auf mich aus. Dies brachte mich auf die Idee, meine Bären doch selbst herzustellen.

Nachdem einige Bären nach gekauften Schnittmustern und Büchern einigermaßen akzeptabel aussahen, begann ich dann sehr schnell, meine eigenen Schnittmuster zu entwerfen. Entstanden sind kleine bis mittelgroße Bären mit großen Füßen und einem kleinen Wohlstandsbäuchlein. In den nächsten drei Monaten folgten dann noch einige Bären, überwiegend Auftragsarbeiten für Familie, Freunde und Arbeitskollegen. Aufgrund persönlicher Umstände habe ich im Juli 1999 schlagartig mit dem Nähen der Bären aufgehört. Nach über elf Jahren Abstinenz habe ich dann im November 2010 den halbfertigen Teddy aus jener Zeit wieder in die Hand genommen. Seitdem hat mich der Bärenvirus wieder voll erwischt.

Können Sie sich noch an ihren ersten, selbst genähten Teddy erinnern?
Selbstverständlich, das war "Carlos", ein Teddy nach einem gekauften Schnitt, welchen ich dann verschenkt habe. Aber noch mehr kann ich mich an meinen ersten "eigenen" Teddy erinnern. Das ist "Schorsch", mein Lehrmeister, auf welchen ich natürlich besonders stolz war, aber welcher mir auch genau gezeigt hat, was ich noch verbessern konnte. Mit etwas zu lockeren Gelenken und viel zu weich gestopft, begleitet er mich noch immer brummend durchs Leben und hat natürlich einen Ehrenplatz in meiner Sammlung gefunden.

Bärenmacher-Porträt Sabine Nüsch, SaNü-Bären

Bärenmacher-Porträt Sabine Nüsch, SaNü-Bären
  Wieviele eigene Schnitte haben Sie schon ungefähr entworfen?
Es dürften bis jetzt so ca. 5-6 unterschiedliche Schnitte sein. Dazu habe ich einzelne Partien wie z.B. den Kopf oder Bauch immer wieder modifiziert, so dass jeder Bär ein einzelnes Individium darstellt. Gerne mische ich auch die einzelnen Schnitte untereinander.

Mit welchen Größen und Materialien arbeiten Sie am liebsten?
Mein Schwerpunkt hat sich auf eine Bärengröße von ca. 15 cm eingependelt. Diese "Taschenbären" sind noch klein genug, um überall mit hingenommen zu werden und groß genug, um nicht verloren zu gehen. Am liebsten arbeite ich mit "natürlichen" Materialien wie Mohair, Alpaka, Glas oder Schafwolle. Mit den "Minkies", den Echtfellteddys aus recycelten Pelzen, habe ich eine neue Leidenschaft entdeckt. Es ist einfach schön, wenn die ursprünglichen Pelzträger mit meinen Teddys wieder zu neuem Leben erweckt werden. Für mich ist dies eine kleine Wiedergutmachung an die armen geschundenen Kreaturen, den Pelztieren. Zudem soll jeder adoptierte "Minkie" mit einer Spende zum Tierschutz beitragen.

Haben Sie einen absoluten Lieblingsteddy? Falls ja, warum gerade diesen?
Jeder meiner Teddys stellt ein einzelnes Individium dar und ist mit viel Liebe hergestellt. So hat jeder Bär seine eigene Persönlichkeit und ist auf seine Weise mein spezieller Lieblingsteddy.

Woher nehmen Sie die Ideen für Ihre Teddys? Was inspiriert Sie?
Das Leben inspiriert mich zu jedem einzelnen Bären. Oft sehe ich einen Stoff oder Fell und mache mir dann eine Vorstellung davon, wie der kleine Plüschfreund

dann hinterher aussehen könnte. Auch erhält der neue Freund meistens schon zu diesem Zeitpunkt seinen Namen, so dass der Bär zu einer eigenen Persönlichkeit wachsen kann.

Was sind Ihre persönlichen Stärken?
Es ist für mich schwierig, die eigenen Stärken darzustellen, denn wer lobt sich denn schon gerne selbst. Aber ich denke bei mir ist es zum einen die Geduld und zum anderen die Fähigkeit und der Mut, meine kreativen Ideen autodidaktisch umzusetzen. Auch ist es ein gewisser Ehrgeiz und Perfektionismus, welcher mich immer wieder mit viel Liebe und Zuversicht an neue Projekte heranwagt.

Bärenmacher-Porträt Sabine Nüsch, SaNü-Bären

Bärenmacher-Porträt Sabine Nüsch, SaNü-Bären

Bärenmacher-Porträt Sabine Nüsch, SaNü-Bären

Bildnachweis / Copyright: Sabine Nüsch, Kuscheltier News
  Sammeln Sie auch Teddys anderer Bärenmacher bzw. bestimmter Firmen?
Wie gesagt, begonnen hat meine Bärenherstellung durch die Sammlung von Tieren und Bären von namhaften Firmen. Mit den Jahren hat sich meine Sammlung schon um einiges vergrößert. Sofern ich mich in der Bärenmacherszene in den einen oder anderen Bären oder ein Tier verliebe, findet auch dieses bei mir seinen Platz.

Bevorzugen Sie traditionelle Teddys oder eher witzige und ausgefallene Exemplare?
Meine Liebe gehört den klassischen Teddybären aus Kindertagen. Deshalb bilden diese auch die Vorbilder meiner Bären. Allerdings modifiziere ich diese gerne nach meinen Vorstellungen und probiere dazu auch mal andere Materialien aus.

Was war bisher Ihr größter und kleinster Teddy, den Sie gefertigt haben?
Mein "größter" Teddy war bislang ganze 35 cm, der "kleinste" misst 15 cm.

Was ist für Sie das Schönste am Bärenmachen?
Nach der Fertigstellung einer neuen Bärsönlichkeit Aug' in Aug’ zu schauen.

Nehmen Sie regelmäßig an Messen, Börsen, Wettbewerben teil?
An Messen oder Börsen habe ich bislang noch nicht teilgenommen. Dieses Jahr habe ich mich das erste Mal getraut, mit einem meiner Bären an einem Wettbewerb teilzunehmen.

Haben Sie bereits einen Preis gewonnen?
Das "Ergebnis" des ersten Wettbewerbs bleibt abzuwarten ... aber, wie heisst es so schön? Dabei sein ist alles.

Haben Sie einen ganz persönlichen Traum in Bezug auf das Bärenmachen?
Ich habe mein Ziel erreicht, wenn meine kleinen Plüschfreunde ein Lächeln ins Gesicht des Betrachters zaubern.

Was möchten Sie anderen Bärenmachern / Bärenfans mit auf den Weg geben?
Leider ist es nach meinem Empfinden, im Vergleich zum Jahr 1999, viel ruhiger in der Künstlerbärenszene geworden. Ich wünsche mir, dass dieses schöne Hobby nie ausstirbt und dass gerade Anfänger, so wie ich, den Mut haben, ihre kreativen Ideen umzusetzen und somit die Bärenszene wieder mehr mit Leben zu füllen.

Bärige Grüße aus Hamburg
von Sabine und den SaNü-Bären

www.site4free.tk/users/sanuebaeren/



 
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