Bärenmacher(in) des Monats April 2015:
Roswitha Bedrunka und die RoseBaeren

Bitte stellen Sie sich und Ihre Bären mit eigenen Worten vor.
Ich heiße Roswitha Bedrunka und bin in Haßloch in der schönen Pfalz geboren. Meine Tochter und mein Sohn haben mir vier entzückende Enkel (2 Mädels und 2 Jungs) geschenkt. 2012 bin ich mit meinem Schatz und den RoseBaeren in die Nähe von Karlsruhe gezogen.
Jeder RoseBaer ist ein Unikat oder stammt aus einer Kleinstserie, ist 5-fach gescheibt, aus hochwertigen Materialien hergestellt, mit Glasaugen und gestickter Nase versehen und komplett von Hand und mit viel Liebe nach eigenen Entwürfen genäht. Gefüllt werden die RoseBaeren mit Polyesterwatte und manchmal auch mit Glas-, Stein,- oder Gummigranulat. Die RoseBaer-Schnitte sind mein Originaldesign.

Porträt Roswitha Bedrunka und die RoseBaeren

Porträt Roswitha Bedrunka und die RoseBaeren

Porträt Roswitha Bedrunka und die RoseBaeren

Porträt Roswitha Bedrunka und die RoseBaeren

Porträt Roswitha Bedrunka und die RoseBaeren

Porträt Roswitha Bedrunka und die RoseBaeren

Porträt Roswitha Bedrunka und die RoseBaeren

Porträt Roswitha Bedrunka und die RoseBaeren

Porträt Roswitha Bedrunka und die RoseBaeren
Bildnachweis: Roswitha Bedrunka
  Wann haben Sie mit dem Bärenmachen begonnen und was war der Anlass?
Mein erster Teddy ist 2004, wie bei vielen Bärenmachern, aus einer Bastelpackung entstanden. Für diesen Teddy habe ich einen Teddystoff in Lammfell-Optik verwendet. Das Ergebnis war für mich nicht so toll. Also blieb der Teddy vorerst ein „Einzelkind“.

Einige Zeit später habe ich mir ein schönes Stück Mohair gekauft und nach einem Fremdschnitt einen Teddy gefertigt. Der gefiel mir schon besser, war aber nicht „meiner“. Also begann ich an einem eigenen Schnitt zu tüfteln und als dieser endlich gelungen war, hat mich das Bärenmachen nicht mehr losgelassen. Der Bärenvirus hatte mich voll erwischt.

Porträt Roswitha Bedrunka und die RoseBaeren

Können Sie sich noch Ihren ersten, selbst genähten Teddy erinnern?
Oh ja, sehr gut, siehe oben.

Wieviele eigene Schnitte haben Sie schon ungefähr entworfen?
Es dürften ca. 20 Schnitte sein.

Mit welchen Größen und Materialien arbeiten Sie am liebsten?
Ich bevorzuge Schulte-Mohair und Alpaka. Es gibt davon so viele verschiedene Farben und Florlängen, dass man jeden Teddytyp verwirklichen kann. Für die Pfoten-einsätze und die Ohren verwende ich meist den Minibärenstoff Suedine, ab und zu auch Filz. Das kommt halt auf den jeweiligen Bären an.

Haben Sie einen absoluten Lieblingsteddy? Falls ja, warum gerade diesen?
Einen Lieblingsteddy habe ich nicht. Ich liebe sie alle. Jeder hat etwas, das mein Herz berührt.

Porträt Roswitha Bedrunka und die RoseBaeren

Woher nehmen Sie die Ideen für Ihre Teddys? Was inspiriert Sie?
Ein Stück Teddyfell kann mich inspirieren, Jahreszeiten, die Damen Fussball-WM hat einen Teddy hervorgebracht. Alles was man sehen, hören und fühlen kann, inspiriert mich.

Was sind Ihre persönlichen Stärken?
Ich gebe nicht so schnell auf. Sonst hätte ich es nie geschafft, mein erstes Schnittmuster zu erstellen.

Sammeln Sie auch Teddys anderer Bärenmacher bzw. bestimmter Firmen?
Bei mir wohnen drei Teddys, die ich von lieben Bekannten geschenkt bekommen habe. Einer ist ein Steiff-Teddy, der andere stammt von Carmen Deckert, der dritte ist von Jutta Hermann-Huppertz. Alle haben einen Ehrenplatz in meiner Vitrine.

Ich habe zwar für meine Hobbies ein großes Zimmer im Haus. Aber trotzdem fehlt mir zum Sammeln der Platz, da bei mir noch sehr viele Puppen von Schildkröt und Käthe Kruse wohnen und ich auch noch Puppenstuben zusammenstelle.

Porträt Roswitha Bedrunka und die RoseBaeren

Bevorzugen Sie traditionelle Teddies oder eher ausgefallene Exemplare?
Das ändert sich von Zeit zu Zeit, aber eigentlich liebe ich sie alle. Wenn sie den richtigen Blick haben, der mich mitten ins Herz trifft, dürfen sie aussehen wie sie wollen.

Was war bisher Ihr größter und kleinster Teddy, den Sie gefertigt haben?
Mein kleinster Teddy ist 8,5 cm. Der größte circa 40 cm.

Was ist für Sie das Schönste am Bärenmachen?
Wenn ich mich mit den Teddies beschäftige, kann ich die Welt außen vor lassen. Ich bin ganz bei mir. Egal ob das Entwerfen des Schnittes, das Aufzeichnen oder das Nähen. Ich mag alles gleichermaßen. Der allerschönste Augenblick aber ist der, wenn der Teddy sein Gesicht bekommen hat und mich zum ersten Mal anschaut.

Nehmen Sie regelmäßig an Messen, Börsen, Wettbewerben teil?
Ich nehme inzwischen nur noch an Kunsthandwerker-märkten in meiner näheren Umgebung teil.

Haben Sie bereits einen Preis gewonnen?
Bisher noch nicht. Ich habe mich auch erst zwei Mal für einen Wettbewerb angemeldet. Einer läuft gerade. Bitte Daumen drücken ;-) (Stand: Mitte März)

Porträt Roswitha Bedrunka und die RoseBaeren

Haben Sie einen ganz persönlichen Traum in Bezug auf das Bärenmachen?
Auf einer der „großen“ Teddymessen auszustellen wäre ein Traum von mir. Auch würde ich mich gerne an einem realistischen Bären versuchen.

Was möchten Sie anderen Bärenmachern / Bärenfans mit auf den Weg geben?
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Lasst Euch nicht entmutigen, wenn der erste Bär nicht gleich Euren Vorstellungen entspricht. Es ist wie bei allem: „Nur Übung macht den Meister“. Es lohnt sich dran zu bleiben, denn Bärenmachen ist das schönste Hobby der Welt.

Viele Grüße von Roswitha Bedrunka
und den RoseBaeren

Internet:
http://rosebaers.blogspot.de




 
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