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Bärenmacher(in) des Monats November 2011:
Monika Petri
Bitte stellen Sie sich und Ihre Bären mit eigenen Worten vor.
Ich heiße Monika Petri, bin 50 Jahre und Hausfrau, wohne mit meinem Mann und zwei nordischen Huskys an den Ausläufern des schönen Westerwaldes, nahe Limburg. Ich habe zwei erwachsene Kinder und besitze einige Unzertrennliche (Agaporniden), darunter einen Papagei, sowie unzählige selbst genähte und entworfene Teddys und Tiere.





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Meine Bären und Tiere sind durch Drahteinlagen voll beweglich. Jedes ist ein Unikat. Ich liebe die Herausforderung, Werke entstehen zu lassen, die nicht alltäglich, sondern etwas Besonderes sind. Schon als Kind spielte ich nur mit Teddys und Plüschtieren anstatt mit Puppen.
Wann haben Sie mit dem Bärenmachen begonnen, und was war der Anlass?
Der Besuch einer Bärenausstellung 2002 (die ich besuchte, weil eine Freundin mich gebeten hatte mitzufahren) war der Beginn meiner nicht nachlassenden Begeisterung für die Kreativität der Bärenaussteller, sowie für die Liebe zu den selbstgemachten Bären und Tieren. Schon als Kind war ich sehr kreativ und hatte in meinem bisherigen Leben schon einiges an Hobbys ausprobiert.

Da meine Liebe zu Teddys schon immer groß war, dachte ich mir, das kannst du auch. Die Freundin, die mich auf die Bärenausstellung mitgenommen hatte, besaß Teddyzeitschriften, die ich mir gleich borgte. Nach Kauf meiner ersten Bastelpackung konnte ich es kaum mehr erwarten, mit meinem Teddy zu beginnen. Das Verarbeiten des Stoffes und das Nähen der Feinheiten der Gesichter, die manchmal sehr kniffelig und zum Haare raufen sein können, hatten mir so viel Freude bereitet, dass ich sogleich dem „Teddy-Virus“ verfallen war.
Nach einer kurzen Auszeit war der Drang da, mehr zu lernen, so dass ich 2007 einen
Online-Kurs bei Verena Green Christ belegte. Im Internet stieß ich dann auf das
Online-Teddy-Forum und belegte noch mehr Kurse in der Online-Schule. Die Bandbreite meiner besuchten Kurse war sehr groß, und reichte von Schnittentwicklung, Klassikern, realistischen Naturbären bis zum Hundekurs bei Rotraud Ilisch. Nebenbei besuchte ich noch die Workshops von Manuela Schulz, um meine Kunst des Bärenmachens zu verbessern und zu erweitern.

Können Sie sich noch an Ihren ersten, selbst genähten Teddy erinnern?
Oh ja, es war ein Babybär aus einer Bastelpackung. Dieser sitzt heute noch im Puppenwagen meiner Tochter in meinem Bärenzimmer.
Wieviele eigene Schnitte haben Sie schon ungefähr entworfen?
Nachdem mich die fertigen Schnitte nicht mehr begeistern konnten, versuchte ich eigene Schnitte zu entwerfen. Bis heute sind unzählige Schnitte entstanden, da ich den jeweiligen Schnitt nur einmal benutze, um ihn dann wieder zu ändern oder ganz neu entwerfe. Kein Bär gleicht dem anderen, weil mir beim Nähen immer wieder etwas Neues einfällt, das verändert werden kann.

Mit welchen Größen und Materialien arbeiten Sie am liebsten?
Die Größenordnungen meiner bisher genähten Bären reichen von sehr klein bis groß. Am liebsten nähe ich Schnitte in der Größe von 15 cm bis 35 cm, so dass man sie auch in den Arm nehmen kann. Natürlich kommt es auch darauf an, wie groß das Stück des jeweiligen Mohairs ist, welches ich auf meinen Besuchen auf Ausstellungen ergattern konnte. Denn einen zweiten Teddy aus dem selben Stoff gibt es bei mir nicht.
Meine Bären und Tiere sind nur aus hochwertigen Stoffen, am liebsten aus Alpaka oder Plüsch mit festem Rücken genäht. Zufällig fand ich bei meiner Nachbarin eine hochwertige Kinderplüschjacke, für die sie keinen Gebrauch mehr hatte. Und schon entstand daraus ein Teddy. Dabei habe ich darauf geachtet, Teile der Jacke am Bären mit einzubringen, wie zum Beispiel die Knöpfe oder den Kragen.
Auch versuche ich, andere Materialien miteinander zu kombinieren, indem ich zum Beispiel den Körper als Fruchtform filze oder auch Gesichter aus Filz entstehen lasse. Wenn ich andere Materialien mit benutze, müssen die Farbtöne aufeinander abgestimmt sein.
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Haben Sie einen Lieblingsteddy? Falls ja, warum gerade diesen?
Einen Lieblingsteddy gibt es nicht. Alle Teddys sind einmalig und immer wieder anders. Jeder Teddy hat seinen eigenen Charakter. Darum fällt es mir immer wieder schwer, mich von dem einen oder anderen zu trennen.
Woher nehmen Sie die Ideen für Ihre Teddys? Was inspiriert Sie?
Die Ideen entstehen, wenn ich mit meinen Hunden in der Natur unterwegs bin oder wenn ich nachts mal wach liege. Oft fallen mir auch immer neue Ideen ein, wenn ein Teddy am Entstehen ist oder ich ein Fell in den Händen halte.


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Was sind Ihre persönlichen Stärken?
Menschen und Tieren zu helfen, wann immer es nur geht, ist eine meiner persönlichen Stärken. Meine Stärken beim Nähen von Bären oder Tieren liegen darin, dass die Nasen immer ordentlich und sauber gestickt sind, weil sie einem Teddy einen gewissen Gesichtsausdruck verleihen, wenn man sie anschaut.
Sammeln Sie auch Teddys anderer Bärenmacher oder bestimmter Firmen?
Ich besitze nur einen Sammlerteddy und zwei Hermann Teddys, die ich aus einem Müllcontainer gerettet habe.
Bevorzugen Sie traditionelle Teddys, oder eher witzige und ausgefallene Exemplare?
Mir liegen eigentlich alle Teddys am Herzen, aber am meisten sind es die ausgefallenen Teddys. Denn da kann sich meine Fantasie so richtig frei entfalten. Große Füße, lange Nasen, kleine Ohren oder verschiedene Felle zusammen kombiniert, auch je nachdem mal ein Schwänzchen.
Im Jahr 2010 begann ich mit dem Versuch, realistische Tiere zu nähen. Dabei sind in der Online-Schule von Rotraud Ilisch ein Eisbär und unser Husky „Mika“ entstanden. Als Projekt im „Katzenlabor“ des Forums, nähte ich von meiner Bekannten eine dreifarbige „Glückskatze“ nach.
Was war bisher Ihr größter und kleinster selbst genähter Teddy?
Meine kleinste Kreation war ein Pinguin von 2,5 cm. Der größte Bär hat stattliche
70 cm und sitzt in einem Kinderstuhl. Alle meine Teddys oder Tiere sind mit der Hand genäht, egal welche Größe sie besitzen.
Was ist für Sie das Schönste am Bärenmachen?
Das Schönste ist, wenn aus einem Stück Stoff Schritt für Schritt langsam ein Bär oder ein Tier entsteht und man ihn dann fertig in den Händen halten kann. Oder wenn auf Ausstellungen die Leute stehen bleiben und die Bären anlächeln.
Nehmen Sie regelmäßig an Messen, Börsen, Wettbewerben teil?
Bis jetzt habe ich nur bei Hobbyausstellungen ausgestellt. Aber ich habe mir vorgenommen, im nächsten Jahr an einigen Bärenausstellungen teilzunehmen. In diesem Jahr nahm ich am „Gläsernen Teddybär“ teil und im letzten Jahr beteiligte ich mich an einem internen Wettbewerb von Manuela Schulz.
Haben Sie bereits einen Preis gewonnen?
Beim „Gläsernen Teddybär“ belegte ich mit meinem Grizzly „Yuka“ den 3. Platz in der Kategorie Naturbären. Im „Unterwasserwelten Wettbewerb“ von Manuela Schulz mit Teilschnitten belegte ich mit meinem „Turtle-Glas“ den 1. Platz und mit einem „Korallenriff“ den 2. Platz.
Haben Sie einen ganz persönlichen Traum in Bezug auf das Bärenmachen?
Mein Traum ist es, lebende oder auch bereits verstorbene Hunde, Katzen oder andere Tiere so realistisch nacharbeiten zu können, dass sie nicht nur auf Bildern in Erinnerung bleiben, sondern aus Stoff auf dem Sofa sitzen können.
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Was möchten Sie anderen Bärenmachern oder Sammlern mit auf den Weg geben?
Es ist immer wieder schön, aus einem Stück Stoff einen Teddy zu zaubern, um anderen damit eine Freude zu bereiten oder ein Lächeln auf ihre Gesichter zu locken.
Tierische und Bärige Grüsse von
Monika Petri
Email auf Anfrage
Bildnachweis / Copyright: Monika Petri
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