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Bärenmacher(in) des Monats Februar 2010:
Melanie Frank und die Pippibärenbande
Bitte stellen Sie sich mit eigenen Worten vor.
Mein Name ist Melanie Frank. Ich bin die Bärenmama der Pippibärenbande. Ich bin 34 Jahre alt und lebe in einem kleinen Ort im lieblichen Taubertal in Unterfranken. Ich bin gelernte Schauwerbegestalterin (Schaufensterdekorateurin) und hatte schon immer Spaß an kreativen Arbeiten.
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Wann haben Sie mit dem Bärenmachen begonnen und was war der Anlass dafür?
Mein Mann handelt mit Antiquitäten und hatte im September 2008 einen seltenen Steiff Teddy aus dem Jahr 1908. In seiner Zeit bei uns nannte mein Mann ihn liebevoll seinen "Kumpel" und als der kleine Kerl ein neues Zuhause gefunden hatte, fiel ihm der Abschied denkbar schwer. Um ihm die Trennung zu erleichtern, versuchte ich ihm einen "Ersatz-Kumpel" zu nähen und damit war im Oktober 2008 mit dem kleinen "Headache" der Anfang für meine kleine Bärenbande geschaffen.
Können Sie sich an den ersten, selbst gemachten Bären erinnern?
Ja, das war eben der besagte "Headache", ein 30 cm großer Teddy aus sahnebonbonfarbenem Synthetikplüsch mit Brummstimme. Zugegebenermaßen kein besonders hübscher Vertreter seiner Art, aber er ist eben quasi mein Erstgeborener. Er sitzt seither in unserem Schlafzimmer und wird uns wohl auch nie verlassen.
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Wieviele eigene Schnittmuster haben Sie schon entworfen?
Das kann ich nicht genau sagen, da ich bei jedem Bären den Schnitt ein wenig verändere und somit genau genommen den gleichen Schnitt nie 2x verarbeite. Somit ist jeder Pippibär ein Unikat.

Haben Sie einen Lieblingsteddy?
Ich habe alle meine Bären lieb, auch wenn mir der eine oder andere etwas "sympathischer" ist als andere. Meine liebsten Kuscheltiere sind aber immer noch meine beiden echten Hunde: Jenny (Schäferhund-Rottweiler-Mix) und Lilly (Zwergpudel).
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Mit welchen Größen und Materialien arbeiten Sie am liebsten?
Ich mache die Bären gerne 35 bis 40 cm, weil ich persönlich das für die richtige "Knuddelgröße" halte. Aber große Bären mit 65 bis 90 cm lassen sich sehr schön dekorieren und ganz kleine Bären passen in jede Sammlung noch mit rein. Somit hat jede Größe etwas für sich.
Bei den Materialien ist vor mir eigentlich kaum etwas sicher. Allerdings arbeite ich mittler-
weile lieber mit hochwertigem Webplüsch als mit Mohair, weil das dichter und somit flauschiger wirkt.
Woher nehmen Sie die Ideen für Ihre Teddys? Was inspiriert Sie?
Das ist sehr unterschiedlich. Nicht selten kommen mir meine Ideen im wahrsten Sinne des Wortes "im Schlaf", denn ich träume sogar manchmal von meinen Bären. Auch bei beispielsweise einem Zoobesuch kann ich mir kaum die Tiere anschauen, ohne in Gedanken ihre Köpfe und Körper als Schnittmuster "abzustecken".
Was sind Ihre persönlichen Stärken?
Ich bin selbstkritisch, bin sehr zuverlässig und kann recht gut organisieren. Ich arbeite sorgfältig und versuche flexibel auf Kundenwünsche einzugehen. Aber vor allem ist es für mich eigentlich nie eine Last oder Arbeit, einen Teddy zu fertigen.
Sammeln Sie auch Teddys anderer Künstler bzw. bestimmter Firmen?
Nein. Ich habe zwar im Wohnzimmer ein paar Steiff-Tiere in der Vitrine stehen, aber als "Sammeln" würde ich das nicht bezeichnen.
Bevorzugen Sie traditionelle Teddys oder eher witzige und ausgefallene Exemplare?
Ich habe da keine spezielle Vorliebe. Ich mag Teddys, die mich zum Lächeln bringen. Was genau ein Teddy haben muss, um
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mich zum Lächeln zu bringen, kann ich nicht sagen. Ich schaue ihn an und er erreicht mein Herz, oder eben nicht.
Was war bisher Ihr größter und kleinster Teddy, den Sie gefertigt haben?
Mein kleinster war ein 8 cm großer Eisbär und mein größter war ein 90 cm großer, walnussfarbener Teddy.
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Was ist für Sie das Schönste am Bärenmachen?
Das Schönste ist für mich immer die Fertigstellung des Gesichts. Was einige Stunden zuvor noch ein Stück Fell war, ist plötzlich (auch ohne Arme, Beine und Körper) ein "lebendiges" Wesen mit eigenem Ausdruck und Charakter. Meistens ist das auch der Zeitpunkt, wo sich bei meinen Bären das "Geschlecht" und der Name entscheidet.
Nehmen Sie regelmäßig an Messen, Börsen, Wettbewerben teil?
Auf Messen und Börsen war ich bisher nur als Besucher, da ich die Standmieten bei solchen Veranstaltungen als völlig übertrieben bis unverschämt bezeichne. Ich finde es sehr schade, dass die Teilnahme an solchen Messen so extrem teuer ist, denn eigentlich würde ich gerne mal an einer Messe teilnehmen. Ich verkaufe meine Bären auf meiner Internetseite: www.pippibaerenbande.de
Haben Sie bereits einen Preis gewonnen?
Nein. Bisher fehlte mir auch noch der Mut, bei einem
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Wettbewerb teilzunehmen. Allerdings ist das einer meiner guten Vorsätze für das Jahr 2010, mich mal zu "trauen".
Haben Sie einen ganz persönlichen Traum in Bezug auf das Bärenmachen?
Ich habe noch viele Ideen im Kopf und habe noch viel vor, aber einen speziellen Traum habe ich nicht. Ich wünsche mir, weiterhin so viel Freude an meinen Teddys zu haben und vor allem, dass die Pippibärenbande auch vielen anderen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
Was möchten Sie anderen Bärenmachern / Bärenfans mit auf den Weg geben?
Egal ob ihr Bären selbst macht, ob ihr sie sammelt oder einfach nur gern habt: ihr alle habt eins verstanden: Teddys sind immer für euch da, schenken euch Trost wenn ihr traurig seid, haben immer Zeit für euch, hören euch immer gerne zu und lassen euch nie im Stich. Bleibt euren kleinen Fellnasen treu, so wie sie euch treu bleiben und behandelt sie gut, dann habt ihr wahre Freunde fürs Leben!
Bärige Grüße von Melanie Frank
www.pippibaerenbande
Bildnachweis / Copyright: Melanie Frank
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