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Vorgestellt: Margarete Nedballa


Wann haben Sie mit dem Bärenmachen begonnen?
Ich habe 1993 meine ersten eigenen Schnittmuster entwickelt. Vorher hatte ich ein Buch benutzt, das ich 1988 im Bastelladen entdeckt hatte. Damals gab es ja kaum etwas an Zubehör zu kaufen. Ich habe alte Möbelstoffe benutzt, die ich mir auf dem Flohmarkt und auf dem Sperrmüll zusammengesucht habe. Als ich entdeckt habe, dass man Mohair einkaufen kann, habe ich schon meine ersten eigenen Entwürfe gefertigt. Die Gelenke habe ich mir selber hergestellt, und immer war man auf der Jagd nach Augen, Splinten und anderen Dingen, die man zum Bärenmachen benötigt. Das war eine spannende Zeit und ich möchte sie nicht vermissen.

Margarete Nedballa, Onno der Leuchtturmwärter vom Arngast
Onno, der Leuchtturmwärter vom Arngast
  Wer oder was inspirierte Sie dazu?
Meine Kinder, ich bin sehr jung Mutter geworden, und da war natürlich das Geld immer knapp. Meine Kinder haben immer selbst gefertigte Tiere oder Teddys von mir bekommen. Ich habe mir Anregungen aus Kreativheften geholt und meinen Kindern die Dinge gebastelt, die sie gerne haben wollten. Meine älteste Tochter besitzt noch ihren alten Teddy, den ich ihr vor dreißig Jahren gestrickt habe, damals habe ich die Arme und Beine mit Knöpfen angenäht. Mein Mann sagte mir vor 15 Jahren, ich sollte diese Begabung doch mal ausnutzen und versuchen, auf Handwerkermärkten meine Kreationen anzubieten, so bin ich an den Teddy gekommen. Den richtigen Kick erhielt ich nach der ersten Teddybär Total in Hennef. Ich dachte, ich wäre im Himmel der Bärenmacherei gelandet, und dort bin ich

noch immer. Das Angebot an Zubehör hat mich einfach umgehauen. Ich werde nie vergessen wie ich nach Hause kam, bepackt mit zahllosen Tüten, gefüllt mit Mohair und Scheiben, Splinten etc. Ich habe drei Wochen danach den Mut gesucht, in meinen ersten teuren Mohair zu schneiden.

Margarete Nedballa: Künstlerbär Gieselbärt Variation   Margarete Nedballa: Künstlerbär Gieselbärt Variation

Woher bekommen Sie Ihre Ideen?
Das ist unterschiedlich, das kann ein schöner Tag sein, ein Stück Mohair, das ich sehe, Bücher oder Filme, meine Kinder, Enkel, meine Umwelt. Alles inspiriert mich, zum richtigen Zeitpunkt und zur richtigen Stunde. Ich liebe es, die Stoffe zu berühren und manchmal bekommt man hier eine Idee. Manchmal hat man eine Idee im Kopf und muss mit seinem Zulieferer reden, ob es machbar ist, solch ein Material zu bekommen. Ich liebe auch alte Stoffe, es muss nicht immer Mohair sein, auch ein schönes Stück Gobelin kann mich begeistern. Sie sehen, als Bärenmacher kann man alles gebrauchen, um eine gute Idee zu bekommen.

Margarete Nedballa, Künstlerbär   Was ist das wichtigste an Ihrer Arbeit?
Die Arbeit selbst. Ich mache gerne Bären, Tiere seltener, und wenn ich so richtig in meiner Aufgabe aufgehen kann, dann bin ich zufrieden. Aber am schönsten ist es, wenn ich auch noch mit dem fertigen Entwurf zufrieden bin, und das passiert leider selten. Die Unzufriedenheit mit der eigenen Kreativität treibt mich seit Jahren immer wieder an. Ich glaube, das ist es, was ich wichtig finde. Weiter machen, und besser zu werden.

Waren Sie bereits im kreativen Bereich tätig, bevor sie Bärenmacherin wurden?
Jetzt muss ich ein wenig lachen. Ich habe drei Kinder, da muss man schon kreativ sein. Meine Kinder haben jedes Jahr zum Geburtstag und zu Weihnachten ein selbst gefertigtes Geschenk erhalten. Einen gehäkelten Elefanten oder einen

gestrickten Bären, oder andere Dinge. Gelernt habe ich Altenpflegerin und später habe ich die Zusatzausbildung zur Psychiatriefachschwester gemacht. Kreativität ist in diesen Berufen Voraussetzung, um seine Arbeit mit Zufrieden-
heit ausführen zu können.

Margarete Nedballa: Künstlerbär Gieselbärt Variation

Wo und wie lange haben Sie sich die Grundlagen des Bärenmachens angeeignet?
Ich bin Autodidakt. Alles habe ich mir selber beigebracht. Bis 1998 habe ich keine Kurse besucht. Dann kam Dennis Shaw nach Deutschland und gab Kurse, dort bin ich hingegangen und habe gemerkt, dass ich noch eine Menge lernen kann. Von da an habe ich regelmäßig und immer wenn es die Zeit zuließ, Kurse bei den großen Bärenmachern genommen. Bis heute lerne ich jeden Tag dazu.

Margarete Nedballa   Mit welchen Worten lassen sich Ihre Bären beschreiben, was ist das Spezielle an ihnen?
Gute Frage, das kann ich so global nicht beantworten. Aber sie haben meistens große Füße und eine dicke Nase. Augen nehme ich lieber kleine, sie lächeln fast immer. Es sei denn, der Bär der gerade unter der Nadel ist, möchte das nicht. Dann schaut er mal ein wenig anders.

Ich glaube meine Spezialität sind die großen Füße, das sagen auf alle Fälle die Leute, die meine Bären mögen.

Ich kann mich auch dafür begeistern und bin ständig auf der Jagd nach einer neuen Idee, um schönere Teddyfüße zu fertigen.

Welche Materialien verwenden Sie, wie wichtig sind Accessoires?
Ich benutze ausschließlich Schulte Mohair oder Alpaka für meine Bären, wenn ich die gängigen Stoffe benutze. Ansonsten nehme ich alles was mir in die Finger kommt, auch mal ein alter Postsack.
Accessoires, da bin ich immer hin und her gerissen, manchmal übertreibe ich hier total, ein anderes Mal finde ich, ein schöner Bär benötigt keine weiteren Accessoires, das ist stimmungsabhängig. Ich lege mich da nicht so gerne fest. Ich entscheide immer, wenn der Bär fertig ist, ob er noch ein I-Tüpfelchen benötigt oder nicht.

Bei einem bestimmten Thema sind Accessoires unabänderlich nötig, dann quält mich der Gedanke und ich jage durch die Gegend um das passende zu finden.

Margarete Nedballa: Künstlerbär Gieselbärt Variation   Margarete Nedballa: Künstlerbär Gieselbärt Variation

Was ist ihr Ziel bei ihrer Arbeit als Bärenmacherin?
Hier möchte ich Michael Schuhmacher zitieren, der einmal gesagt hat, "was mich antreibt ist die Sehnsucht nach einer perfekten Fahrt". Mein Ziel ist seit fast 14 Jahren, dass ich endlich den Bären fertig stelle, der mir sofort und ohne ein innerliches Fragezeichen gefällt. Also den perfekten Bären herzustellen. Aber wer kann das schon von sich behaupten. Ich bin immer auf der Jagd, dieses Ziel zu erreichen. Ich möchte, dass meine Kunden zufrieden sind und dass mir die Arbeit auch weiterhin viel Freude macht.

Haben Sie bereits Preise gewonnen?
Ich habe in meiner Anfängerzeit bis 2000 an vielen internationalen Wettbewerben teilgenommen, und auch viele Preise gewonnen. Das macht mich sehr glücklich, ist es doch eine Auszeichnung für meine Arbeit. In letzter Zeit komme ich nicht mehr dazu, Wettbewerbsbären zu fertigen. Deshalb habe ich 2002, nachdem ich den Meisterteddy gewonnen habe, damit aufgehört.

Margarete Nedballa: Künstlerbär Gieselbärt Variation   Margarete Nedballa: Künstlerbär Gieselbärt Variation

Welche anderen Hobbys haben Sie außer dem Bärenmachen?
Mein Garten, meine Tiere, am Meer spazieren zu gehen und die Tiere zu beobachten. Ich lese sehr gerne, das geht jedoch nur im Urlaub. Dann sitze ich im Strandkorb bis das Buch zu Ende gelesen ist.

Sammeln Sie Teddybären?
Ich sammle alte Bären und Tiere, eine Leidenschaft, die sehr teuer sein kann. Das Schnäppchen auf dem Flohmarkt ist leider selten geworden. Außerdem habe ich einige Künstlerbären, zur Zeit bin ich total verknallt in die kleinen Wuselbären, die sind einfach nur niedlich und sehr lebendig.

Gibt es spezielle Geschichten oder Erlebnisse, die sich um Ihre Arbeit als Bärenmacherin ranken?
So viele Geschichten, wie ich Bären gefertigt habe, in den letzten Jahren. Meine Katzen sind sehr an meinen Bären interessiert und so ist es auch gekommen, dass meine Lotti ihre Babys in meiner Werkstatt, im Mohair-Restekarton entbunden hat. Es ist ein schönes Leben, als Bärenmacherin tätig sein zu dürfen und das ist schon eine Geschichte für sich. Ach ja, eine Geschichte gibt es noch, und zwar meine Riesenfreude, als mich damals der Chefredakteur der TusF gefragt hat, ob ich regelmäßig für diese Zeitung schreiben möchte. Das war ein Erlebnis, das so überraschend gewesen ist, dass ich es bis heute noch nicht fassen kann.

Margarete Nedballa, Stand des Teddycollege auf der Teddybär Total 2006
Stand Teddycollege Teddybär Total 2006
© Andrea Weigel
  Denken Sie, dass Teddybären eine wichtige Rolle im Leben der Menschen spielen?
Ich denke schon, wenn man allein überlegt, wieviel Energie in so einem Bären steckt, egal ob er in einer großen Manufaktur oder von einer Bärenmacherin erschaffen wurde. Ja, ich würde diese Frage immer mit einem "Ja" beantworten. Sie sind einfach liebenswert, die knuffligen kleinen Kerle und sie können Geheimnisse bewahren.

Gibt es etwas Bestimmtes, was Sie den Lesern mitteilen möchten?
Ich liebe Menschen und Teddybären und finde, Teddybären sind ein gutes Kommunikationsmedium. Ich finde die Menschen reden nicht mehr so viel miteinander und dadurch werden Probleme geschaffen. Auf den Messen sehe ich die Sammler und Hobbybärenmacher im Gespräch und ich denke, dass genau diese kleine Nische mit den Teddybären es ausmacht, dass so viele Menschen vom Teddybären begeistert sind. Er lässt uns wieder Kinder werden und mit weniger Ängsten durch die Welt gehen. Wir können mit einem Teddy im Arm besser auf andere Menschen zugehen und fühlen uns verstanden. Und wenn man wieder zu Hause ist, kann man seine Schätze betrachten und mit wirklicher Freude im Herzen an den Tag zurück denken. Man hat wieder neue Leute kennen gelernt und das ist wichtig in einer Zeit, die immer anonymer wird. Ja, ich glaube, das möchte ich meinen Freunden hier mitteilen.


Liebe Grüße von Margarete Nedballa

www.margaretenbaer.de / www.teddycollege.de
Bildnachweis: © Margarete Nedballa


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