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Bärenmacher(in) des Monats Juli 2010:

Heike Meub und die Hasenwerkstatt


Bitte stellen Sie sich und Ihre Bären mit eigenen Worten vor.
Mein Name ist Heike Meub, ich bin 46 Jahre alt und fabriziere seit zwei Jahren „ulkige Langohren“. Ich arbeite in einem Presseteam bei der Messe in Frankfurt und wohne mit meinem Partner und unserem Kaninchen Schnuff in Karben in der Wetterau. Wir reisen sehr gerne und ein Langohr begleitet uns immer auf der Reise. Wenn es die Zeit zulässt, gehe ich auch noch weiteren kreativen Hobbies nach: arbeiten mit Glas (Glasperlen drehen, Glasfusing, Tiffany), Mosaiken, Filzen, Stricken, Nähen, Schmuck basteln).

Bärenmacher-Porträt Heike Meub, Die Hasenwerkstatt

Bärenmacher-Porträt Heike Meub, Die Hasenwerkstatt
  Wann haben Sie mit dem Bärenmachen begonnen und was war der Anlass dafür?
Ich kam 2008 über einen Bären (es sollte ein ausgefallenes Geburtstagsgeschenk für meine Mutter werden) zu den Langohren. Bei uns im Ort gibt es ein Wollgeschäft (die Karbener Wollstubb/Anna’s Bärenkinder) welches Bärenkurse anbietet. Bei der Besitzerin Anke habe ich einen Kurs gemacht und seitdem sind wir gut befreundet und treffen uns einmal die Woche zum Hasen- bzw. Bärenmachen. Erst habe ich nach Fremdschnitten gearbeitet, so habe ich einige Bären und Igel hergestellt.

Bärenmacher-Porträt Heike Meub, Die Hasenwerkstatt

Es bereitete mir total Spaß, aber ich bin ein totaler Hasen-
Fan, also war klar: es musste ein Hase her. Und dann wurde probiert, gezeichnet, genäht, geschnitten … aber meist kam immer ein Bär mit langen Ohren heraus. Es hat schon ein wenig gedauert, bis ich bei „meinen“ Langohren angelangt bin. Lustig sollten sie sein und treu im Blick. Der eine oder andere Betrachter sagt schon: die sehen doch nicht wie Hasen aus … ja klar, es sind ja auch ulkige Langohren und keine 1:1 umgesetzte Hasen. Jeder Hase besitzt auch einen Reisepass, damit er die weite Welt erkunden kann.

Können Sie sich noch an den ersten Teddy erinnern, den Sie selbst gemacht haben?
Ja, das war der Bär „Herbärt“ zum 70. Geburtstag meiner Mutter. Nach dem Schnitt meiner Freundin Anke von Anna’s Bärenkindern. Ein süßer Kerl ist es geworden und ein tolles Geschenk. Und die Arbeit hat einen riesigen Spaß gemacht.

Wieviele eigene Schnittmuster haben Sie schon entworfen?
Etwa drei bis vier Grundschnitte, die dann jeweils kreativ abgewandelt werden. Entweder 5-fach gelenkig, oder 7-fach, Knickbeine, gerade Beine, verschiedene Größen, schlaksig, dicker Bauch.

Mit welchen Größen und Materialien arbeiten Sie am liebsten?
Am liebsten arbeite ich mit lockigem Mohair. Auch wenn es sich schwer wenden lässt, aber es ist so schön flauschig. Und je größer, desto mehr Spaß macht für mich die Näherei, das geht dann gut von der Hand. Allerdings ist das Stopfen auch eine Herausforderung. Was in so einen großen Kerl an Watte hineinpasst, da muss man zwischendurch schon mal eine Pause einlegen, weil die Armmuskeln vom Stopfen weh tun.

Bärenmacher-Porträt Heike Meub, Die Hasenwerkstatt

Haben Sie einen absoluten Lieblingsteddy? Falls ja, warum gerade diesen?
Ja, das ist mein erster Hase, so wie ich ihn mir vorgestellt habe: „Kurt“. Dunkelbrauner Antikmohair und ein Blick zum Herz erweichen. Es ist ja auch irgendwie schön, man kann ein und denselben Schnitt zehn Mal machen und jedes Mal kommt ein anderer Charakter heraus. Deshalb ist auch jedes Langohr ein Unikat. Keiner gleicht dem anderen bis aufs Haar: der Blick, die Nase, der Mund … es muss zu jedem individuell passen und das entwickelt sich beim Fertigen des jeweiligen Tieres. Ich kann nicht im voraus sagen: jetzt mache ich einen traurigen Hasen. Wenn er sich während der Herstellung zu einer lustigen Nudel entwickelt, muss man ihm seinen Willen lassen. Ich habe auch die Angewohnheit, während der Herstellung mit den Kerlen zu reden. Da entwickelt sich dann auch das Geschlecht: wird es ein Männchen oder ein Weibchen?

Bärenmacher-Porträt Heike Meub, Die Hasenwerkstatt

Bärenmacher-Porträt Heike Meub, Die Hasenwerkstatt
  Woher nehmen Sie die Ideen für Ihre Tiere? Was inspiriert Sie?
In dem Moment, wo ich einen Hasen herstelle, schweifen meine Gedanken und sprudeln die Ideen. Meine Tätigkeit bei der Messe in Frankfurt bringt es mit sich, dass ich viele Messen besuche und natürlich stark inspiriert werde. Allerdings reicht mir der zeitliche Rahmen eines Tages nicht aus, um diese ganzen Ideen dann auch umzusetzen. Aber alles wird in einem kleinen Buch notiert und zu gegebener Zeit dann auf den Weg gebracht ... hoffe ich. Das Buch wird immer voller und die Tage haben immer noch „nur“ 24 Stunden.

Was sind Ihre persönlichen Stärken?
Obwohl ich ansich kein besonders geduldiger Mensch bin, ist das beim Hasenmachen etwas anderes. Es ist wunderbar entspannend und aufregend zugleich. Man weiß nie 100%ig, wie der kleine Kerl am Ende ausschaut. Da kann ich stundenlang geduldig in meiner Werkstatt sitzen und vor mich hin arbeiten.

Sammeln Sie auch Teddys anderer Künstler bzw. bestimmter Firmen?
Ja, ich sammle Stoffhasen aller Art und habe auch ganz schön viele davon. Ein riesiger Kerl der Marke Trudi sitzt bei uns auf der Couch, er misst 1,20 m und ist schrecklich kuschelig.

Bevorzugen Sie traditionelle Teddys oder eher witzige und ausgefallene Exemplare?
Ich bevorzuge Hasen aller Art und ausgefallene ganz besonders.

Was war bisher Ihr größter und kleinster Hase, den Sie gefertigt haben?
Der größte Hase misst ca. 65 cm und am kleinsten Hasen bin ich gerade dran. Der wird dann eine Größe von ca. 10 cm haben.

Was ist für Sie das Schönste am Hasenmachen?
Wenn er fertig ist und mich anschaut und wir gemeinsam ins Arbeitszimmer gehen, uns auf den Boden setzen, diverse Kisten mit Stoffen, fertigen Hemdchen bzw. Kleidchen aus den Schränken zerren und dann mit der Anprobe der Kleidung beginnen. Das kann auch noch mal Stunden dauern. Die Kleidung muss sitzen und sie muss auch dem Langohr stehen. Es ist wie beim Menschen, die Geschmäcker sind verschieden.

Bärenmacher-Porträt Heike Meub, Die Hasenwerkstatt

Haben Sie einen ganz persönlichen Traum in Bezug auf das Hasenmachen?
Oh ja, auf der Teddybär Welt 2010 in Wiesbaden habe ich einen Hasen gesehen, der war ca. 1,80 m groß.
  Nehmen Sie regelmäßig an Messen, Börsen, Wettbewerben teil?
Dieses Jahr war ich mit meiner Freundin Anke das erste Mal Aussteller auf der Teddybär Welt in Wiesbaden und am 18. September stellen wir bei Haida’s Puppen- und Bärenbörse in Langen bei Frankfurt am Main aus. Und natürlich sind wir auch auf unserem weihnachtlichen Künstlermarkt in Karben vertreten.

Haben Sie bereits einen Preis gewonnen?
Bisher noch nicht, ich habe allerdings bis jetzt noch nicht an einem Wettbewerb teilgenommen.

Bärenmacher-Porträt Heike Meub, Die Hasenwerkstatt

So einen Hasen zu machen wäre mein Traum. Tja und ich bin fasziniert von den ganz kleinen Bären. Diesen Bärenmachern zolle ich vollste Bewunderung und Hochachtung. So ein kleines Hascherl steht auch noch auf dem Zukunftsplan.

Was möchten Sie anderen Bärenmachern / Bärenfans mit auf den Weg geben?
Setzt der Kreativität keine Grenzen, genießt die Freude an diesem Hobby, so wie ich sie habe.

Herzliche Grüße an sämtliche plüschige Gefährten und Ihre Eltern wünscht
Heike Meub aus der Hasenwerkstatt

Über einen Besuch im Internet freuen sich die ulkigen Langohren:
www.diehasenwerkstatt.de

Bildnachweis: (C) Heike Meub






 
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