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Bärenmacher(in) des Monats Juli 2010: Heike Meub und die Hasenwerkstatt Bitte stellen Sie sich und Ihre Bären mit eigenen Worten vor. Mein Name ist Heike Meub, ich bin 46 Jahre alt und fabriziere seit zwei Jahren „ulkige Langohren“. Ich arbeite in einem Presseteam bei der Messe in Frankfurt und wohne mit meinem Partner und unserem Kaninchen Schnuff in Karben in der Wetterau. Wir reisen sehr gerne und ein Langohr begleitet uns immer auf der Reise. Wenn es die Zeit zulässt, gehe ich auch noch weiteren kreativen Hobbies nach: arbeiten mit Glas (Glasperlen drehen, Glasfusing, Tiffany), Mosaiken, Filzen, Stricken, Nähen, Schmuck basteln).
Können Sie sich noch an den ersten Teddy erinnern, den Sie selbst gemacht haben? Ja, das war der Bär „Herbärt“ zum 70. Geburtstag meiner Mutter. Nach dem Schnitt meiner Freundin Anke von Anna’s Bärenkindern. Ein süßer Kerl ist es geworden und ein tolles Geschenk. Und die Arbeit hat einen riesigen Spaß gemacht. Wieviele eigene Schnittmuster haben Sie schon entworfen? Etwa drei bis vier Grundschnitte, die dann jeweils kreativ abgewandelt werden. Entweder 5-fach gelenkig, oder 7-fach, Knickbeine, gerade Beine, verschiedene Größen, schlaksig, dicker Bauch. Mit welchen Größen und Materialien arbeiten Sie am liebsten? Am liebsten arbeite ich mit lockigem Mohair. Auch wenn es sich schwer wenden lässt, aber es ist so schön flauschig. Und je größer, desto mehr Spaß macht für mich die Näherei, das geht dann gut von der Hand. Allerdings ist das Stopfen auch eine Herausforderung. Was in so einen großen Kerl an Watte hineinpasst, da muss man zwischendurch schon mal eine Pause einlegen, weil die Armmuskeln vom Stopfen weh tun. ![]() Haben Sie einen absoluten Lieblingsteddy? Falls ja, warum gerade diesen? Ja, das ist mein erster Hase, so wie ich ihn mir vorgestellt habe: „Kurt“. Dunkelbrauner Antikmohair und ein Blick zum Herz erweichen. Es ist ja auch irgendwie schön, man kann ein und denselben Schnitt zehn Mal machen und jedes Mal kommt ein anderer Charakter heraus. Deshalb ist auch jedes Langohr ein Unikat. Keiner gleicht dem anderen bis aufs Haar: der Blick, die Nase, der Mund … es muss zu jedem individuell passen und das entwickelt sich beim Fertigen des jeweiligen Tieres. Ich kann nicht im voraus sagen: jetzt mache ich einen traurigen Hasen. Wenn er sich während der Herstellung zu einer lustigen Nudel entwickelt, muss man ihm seinen Willen lassen. Ich habe auch die Angewohnheit, während der Herstellung mit den Kerlen zu reden. Da entwickelt sich dann auch das Geschlecht: wird es ein Männchen oder ein Weibchen?
Was war bisher Ihr größter und kleinster Hase, den Sie gefertigt haben? Der größte Hase misst ca. 65 cm und am kleinsten Hasen bin ich gerade dran. Der wird dann eine Größe von ca. 10 cm haben. Was ist für Sie das Schönste am Hasenmachen? Wenn er fertig ist und mich anschaut und wir gemeinsam ins Arbeitszimmer gehen, uns auf den Boden setzen, diverse Kisten mit Stoffen, fertigen Hemdchen bzw. Kleidchen aus den Schränken zerren und dann mit der Anprobe der Kleidung beginnen. Das kann auch noch mal Stunden dauern. Die Kleidung muss sitzen und sie muss auch dem Langohr stehen. Es ist wie beim Menschen, die Geschmäcker sind verschieden.
So einen Hasen zu machen wäre mein Traum. Tja und ich bin fasziniert von den ganz kleinen Bären. Diesen Bärenmachern zolle ich vollste Bewunderung und Hochachtung. So ein kleines Hascherl steht auch noch auf dem Zukunftsplan. Was möchten Sie anderen Bärenmachern / Bärenfans mit auf den Weg geben? Setzt der Kreativität keine Grenzen, genießt die Freude an diesem Hobby, so wie ich sie habe. Herzliche Grüße an sämtliche plüschige Gefährten und Ihre Eltern wünscht Heike Meub aus der Hasenwerkstatt Über einen Besuch im Internet freuen sich die ulkigen Langohren: www.diehasenwerkstatt.de Bildnachweis: (C) Heike Meub |
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