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Vorgestellt: Esther Burch und die Checkerbären Bitte stellen Sie sich mit eigenen Worten vor. Meine Bären und ich, Esther Burch, sind zusammen die "CheckerBärFactory". Ich bin 32 Jährchen alt, und ich wohne mit meinem Mann und meinen beiden Kindern ganz unten direkt an der Schweizer Grenze, nahe beim berühmten Rheinfall. Mein erlernter Beruf ist Bankkaufmännin, danach habe ich bei einem Buchverlag die Kataloge und Titelbilder der Bücher entworfen. Seit der Geburt unseres Sohnes vor über 8 Jahren bin ich aber Hausfrau, Mutter, Mädchen für alles und eben Bärenmacherin. Wann haben Sie mit dem Bären machen begonnen und was war der Anlass dafür? Vor einigen Jahren sahen mein Mann und ich bei meiner Mutter zufällig einen Prospekt von einem Clemens-Teddy. Und da auch mein Mann unerwarteter Weise von dem Bären begeistert war, wurde er bestellt. Wir kauften uns aus diversen Versandhauskatalogen weitere Sammlerbären, aber die Auswahl war nicht sehr gross. Deshalb suchte ich im Internet nach neuen Quellen. Das erste, was ich fand, war aber eine Adresse, wo man das Material für Bären bestellen konnte. Da dachte ich mir, warum eigentlich nicht selber machen? Ich habe bis dorthin sowieso schon viel genäht, gebastelt und gezeichnet. So klappte der erste Bär aus einer Bastelpackung schon recht gut.
![]() Zuckerschnäuzchen Kapilutscha Können Sie sich noch an den ersten Teddy erinnern, den Sie selbst gefertigt haben? Also den allerersten Bären habe ich ja oben schon erwähnt. So richtig stolz war ich aber noch nicht, weil es ja eigentlich ein "fremder" Bär war. Und so habe ich für meinen zweiten Bären dann schon einen eigenen Schnitt entworfen. Vielleicht nicht der weltschönste Bär, aber ihm folgten noch weit schlimmere Versuche :o)
Haben Sie einen absoluten Lieblingsteddy? Falls ja, warum gerade ihn? Meine liebsten Bären haben mich leider schon alle verlassen. Oft merke ich erst hinterher, wie sehr ich an einem gehangen habe. Aber zwei Bären habe ich noch, die mir am Herzen liegen. Kapilutscha war schon auf Ausstellungen dabei und auch auf meiner Homepage, und keiner wollte sie. Eigentlich bin ich froh drum. Sie wollte einfach bei mir bleiben, weil wir so gut zueinander passen. Wir beide sind eben zwei geschupfte Hühner!
Ich denke einfach bei allem, was ich in die Finger kriege, ob man es nicht für einen Bären brauchen könnte. Bei der Kombination Fell-/Nasenfarbe lasse ich mich von Kleidungsstücken oder der Natur inspirieren. Was sind Ihre persönlichen Stärken? Vielleicht gerade das, was ich oben geschrieben habe. Dass ich in nahezu allem einen potentiellen neuen Bären sehe. Ich denke, ich bin genug Kind geblieben, um irgendwie verspielt an die Bären ranzugehen. Sammeln Sie auch Teddys anderer Künstler bzw. bestimmter Firmen? Ja, wie schon gesagt, haben wir anfangs Bären von Clemens, Hermann etc. gekauft. Sammeln würde ich es nicht nennen. Seit ich an Ausstellungen teilnehme, ist schon so mancher Bär von einigen lieben Bärenmachern bei uns eingezogen, wie vom Bärenteam mit Herz, Kirsten Jantz, Henriette Lehmann, Yvette Amann, Be's Hombibären. Wichtig ist für mich, dass die Bären mit Herz gemacht sind. Dann strahlen sie es auch aus! ![]() Bevorzugen Sie traditionelle Teddys oder sollten es auch mal witzige und ausgefallene Exemplare sein? Also die Bären, die ich mache, sind halt eher untraditionelle Chaotenbären. Das macht mir am meisten Spass. Die Bären, die ich von den anderen Künstlern habe, sind auch eher ungewöhnliche aber extrem liebenswerte Exemplare. Würde ich Bären allerdings aus reinen Dekozwecken aussuchen, müssten es alte klassische sein, dann würden sie zu unserem Landhausstil passen. Was war bisher Ihr größter und kleinster Teddy, den Sie gefertigt haben? Moment ich geh mal schnell messen ... Der kleinste ist 5,5 cm klein, der grösste war glaube ich etwa 1 Meter.
Haben Sie bereits einen Preis gewonnen? In Rapperswil habe ich einen 1., einen 3. und einen 4. Platz gemacht. Bei der Schweizer Teddy Meisterschaft habe ich einen 3. Rang, zwei 4. Ränge und einen 5. Rang erreicht. An anderen und bekannteren Wettbewerben habe ich noch nicht teilgenommen. Haben Sie einen ganz persönlichen Wunschtraum in Bezug auf das Bären machen? Ja, ich habe einen grossen Traum. Es fällt mir auf, dass immer mehr Bären- macher ihre Arbeit nur noch kommerziell sehen und dabei auf Gefühl und Herz verzichten. Ich finde das sehr schade. Es ist unnötig, sich aufgrund seines Erfolges bzw. Namens selber in den Himmel zu heben. Viele verlieben sich in einen Bären, können ihn sich aber beim besten Willen nicht leisten. Ein Bär sollte kein unerschwinglicher Luxus sein! Kurz gesagt: Mein Wunschtraum sind Bären mit Herz von Bärenmachern mit Herz. Was möchten Sie anderen Bärenmachern / Bärenfans mit auf den Weg geben? Bleibt auf dem Boden, bleibt Euch treu, lasst immer den Spass im Vordergrund bleiben! Ein Bärenmacher sollte nie einen schlechteren Charakter als seine Bären haben! Den Bärenfans möchte ich danken, dass sie uns Bärenkünstlern trotz unserer Macken die Treue halten und sich immer wieder in unsere Bären verlieben! Wir wären nichts ohne Euch!
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