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Bitte stellen Sie sich mit eigenen Worten vor. Ich bin Anke Komorowski und komme mit meinen Bären, den "Bearsonalitys", aus Oer-Erkenschwick im Ruhrgebiet/Nordrhein-Westfalen. Meine Bären sind dickköpfige Gesellen, und besitzen fast immer große Nasen und große, ausgearbeitete Füße. In der Vorderansicht schauen sie oft so aus, als ob sie kein Wässerchen trüben könnte, aber wehe man schaut sie von der Seite an, dann gucken sie oftmals sehr verschmitzt in die Welt!
zeitschrift, die ich eigentlich für eben diese Nachbarin kaufte. Als ich dann noch erfuhr, dass ein Bärenfreundeclub in Oer-Erkenschwick entstand, war es um mich geschehen. Dort weihte man mich auch sofort in die Geheimnisse des Bärenmachens ein. Können Sie sich noch an den ersten Teddy erinnern, den Sie selbst gefertigt haben? Ja, dieser Teddy entstand aus einem Schnitt in besagter Bärenzeitschrift. Dank der Hilfe meiner Bärenfreundeclubleiterin sah er schon ganz ansehnlich aus und durfte bei meiner Mutter einziehen.
Wieviele eigene Schnitte haben Sie schon ungefähr entworfen? Da ich schon sehr früh dazu übergegangen bin, eigene Schnitte zu entwerfen, kann ich dies nur grob schätzen, aber es sind bestimmt über 30. Mit welchen Größen und Materialen arbeiten Sie am liebsten? Meine bevorzugte Bärengröße liegt bei 15-35 Zentimetern. Bei den Materialien bin ich flexibel. Früher habe ich fast ausschließlich mit Mohair gearbeitet, heute experimentiere ich aber auch gerne mit Edelplüsch, Microfasern, Alpaca und allem, was mir so in die Finger kommt. Außerdem färbe ich gerne Mohair mit Pflanzenfarben. Echtpelze sind allerdings ein absolutes Tabu für mich.
Woher nehmen Sie die Ideen für Ihre Teddys? Was inspiriert Sie? Da ich mit Kindern arbeite, sind es oft ihre Haltungen und Bewegungen, die ich versuche umzusetzen. Aber oftmals habe ich auch das Gefühl, dass ein Bär sich bei seiner Entstehung selbständig macht und seine eigene Persönlichkeit entwickelt. Daher heißen meine Bären ja auch "Bearsonalitys". Was sind Ihre persönlichen Stärken? Puh, Eigenlob stinkt ja bekanntlich, aber ich denke, was mir beim Bärenmachen besonders Spaß macht, gelingt mir auch gut. Dazu gehört das Nasensticken, ebenso wie die Abstimmung der Farben aufeinander.
Bei ihnen kann ich meine Kreativität mehr ausleben. Traditionelle Teddys gefallen mir meistens besser bei den Menschen, die die Disziplin aufbringen, sich an die Kriterien der klassischen Teddys zu halten und doch immer wieder neue Ausdrucksmöglichkeiten für ihre Teddys schaffen. Was war bisher Ihr größter und kleinster Teddy, den Sie gefertigt haben? Der kleinste Teddy war 8 Zentimeter groß, der größte 58 Zentimeter. ![]() Was ist für Sie das schönste am Bären machen? Das schönste ist für mich, wenn es gelingt, dass ein eigentlich "künstlicher bzw. toter Gegenstand" plötzlich Gefühle und ein Lächeln auslöst und, dass sich die Menschen nicht mehr nur auf ihren Verstand verlassen, sondern einfach nur einmal auf ihr Inneres hören. Nehmen Sie regelmäßig an Messen, Börsen, Wettbewerben teil? Haben Sie bereits einen Preis gewonnen? Dieses Jahr werde ich an zwei Börsen/Messen teilnehmen. An einem Wettbewerb habe ich bis jetzt noch nicht teilgenommen. Mangels der Teilnahme an einem Wettbewerb, kann ich verständlicherweise auch keinen Preis vorweisen. Haben Sie einen ganz persönlichen Wunsch in Bezug auf das Bären machen? Ich möchte deutlich mehr Zeit für das Bärenmachen haben, besonders um neue Schnitte zu entwerfen. Außerdem verfolge ich das Ziel, mich ständig weiter zu entwickeln. Was möchten Sie anderen Bärenfans und Bärenmachern mit auf den Weg geben? Nur Nähen, wenn man Geduld, Ruhe und gute Laune hat, denn dies wird sich im Ausdruck und in der Verarbeitung des Bären wiederspiegeln.
Bildnachweis: © Anke Komorowski
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