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Bärenmacher(in) des Monats Juni 2010:

Anja Dassel (Bären-Tal)


Bitte stellen Sie sich mit eigenen Worten vor.
Herzlich willkommen in Bären-Tal, welches mitten in Berlin liegt. Ich bin 39 Jahre alt und lebe mit meinem Mann und meiner fünfjährigen Tochter im schönen Friedenau (Tempelhof/Schöneberg). Seit nunmehr 8 Jahren bin ich selbständig und arbeite als Grafikerin / Webdesignerin. Das Bärenmachen ist dabei ein schöner Ausgleich zur PC-Arbeit.

Porträt Anja Dassel, Bären-Tal
Können Sie sich noch an Ihren ersten selbst genähten Teddy erinnern?
Den allerersten Teddy habe ich aus dem gleichen Plüschstoff wie die Katze meiner Tochter genäht. Die Gelenke habe ich mir da sogar noch selbst gebastelt aus dicker Pappe,
  Wann haben Sie mit dem Bärenmachen begonnen und was war der Anlass dafür?
Angefangen hat alles vor ca. 2 Jahren mit dem Wunsch meiner Tochter nach einer weißen Stoffkatze mit zwei verschieden farbigen Augen. Da so etwas nur schwer zu kaufen ist, habe ich mich entschlossen, diese Katze selbst zu nähen. Nach einiger Recherche im Internet habe ich den passenden Schnitt gefunden und mich ans Nähen gemacht. Und irgendwie ist es bei dieser Katze nicht geblieben. Ich kaufte mir ältere Ausgaben von Bärenzeitschriften und schon war es passiert. Der Bärenvirus hat mich erfasst. Einer meiner ersten Bären aus Mohair ist nun ein Liebhaberstück bei Freundschaften geworden.

Porträt Anja Dassel, Bären-Tal

Unterlegscheiben aus dem Baumarkt und stabilen Draht als Splinte. Die Augen waren schwarz gemalte Metallknöpfe. Das Teddymädchen Nelly sitzt nun auf dem Schrank und erinnert mich an die Anfänge.

Wieviele eigene Schnitte haben Sie schon ungefähr entworfen?
Anfangs habe ich viel nach Fremdschnitten genäht, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Dann packte mich die Lust nach eigenen Entwürfen. Als Vorlage diente mir dabei mein alter Brummbär. So habe ich bis heute circa vier eigene Schnitte entworfen, wobei ich manchmal nur Details abwandle und somit wieder ein neuer Schnitt entsteht. Also sind es in der Summe vielleicht doch mehr.

Porträt Anja Dassel, Bären-Tal
Haben Sie einen absoluten Lieblingsteddy, und falls ja, warum gerade diesen?
Das kann ich nicht so bestimmt sagen. Irgendwie ist immer der frisch
  Mit welchen Größen und Materialien arbeiten Sie am liebsten?
Neben weichem Teddyplüsch habe ich auch schon Bären aus Lammfell-Imitat genäht, welches sich sehr gut verarbeiten lässt. Da entstehen dann auch kindertaugliche Kuschelbären, die strapazierfähiger sind als Teddys aus hochwertigeren Stoffen. Aber die meisten Bären entstehen aus Schulte-Mohair oder Alpaka und die Pfoten und Schnauzeneinsätze aus Cashmere. Bei der Größe variiere ich so zwischen 20 bis 35 cm, das liegt mir handwerklich am meisten.

Porträt Anja Dassel, Bären-Tal

„geborene“ Teddy der Favorit. Und es fällt mir auch schwer, mich davon zu trennen. Meine Familie freut sich oft mit mir und der Teddy darf dann eine Weile bei uns wohnen, bevor er vielleicht ein neues Zuhause findet. Aus meiner Kindheit gibt es besagten Brummbär, der sogar schon beim Puppendoktor war, da er seine Stimme verloren hatte und auch die Pfoten sehr abgewetzt waren. Nun darf er seinen Lebensabend genießen und sitzt auf dem Bett.

Woher nehmen Sie die Ideen für Ihre Teddys? Was inspiriert Sie?
Die Ideen für meine Teddys kommen mir manchmal bei der Gartenarbeit, beim Durchblättern von Fachzeitschriften oder auch direkt beim Aussuchen des Stoffes. Da überlege ich oft schon, welcher Typ Bär dazu passen würde. Selbst beim Nähen eines Teddys kann es passieren, dass ich den Schnitt variiere, bis das Ergebnis stimmig ist. Auch frage ich hin und wieder meine Tochter um Rat, welche Art Teddy es nun sein soll und ob es ein „Junge“ oder ein „Mädchen“ wird. Kinder sind da noch sehr unvoreingenommen und auf ihre Art sehr kreativ.

Porträt Anja Dassel, Bären-Tal   Was sind Ihre persönlichen Stärken?
Zu meinen persönlichen Stärken zählen sicherlich meine Ruhe und Geduld sowie Ausdauer. Schon als Kind habe ich viel gebastelt und später auch selbst Puppen entworfen und genäht. Dazu kam das Häkeln und Stricken. Eigentlich müssen meine Hände immer etwas zu tun haben. Müßiggang gibt es nicht. Und da ist das Bärenmachen eine tolle Sache, die mich immer mehr begeistert. Ich kann dabei wunderbar entspannen und am Ende ist ein neuer Charakter geboren.

Sammeln Sie auch Teddys anderer Bärenmacher oder bestimmter Firmen?
Nein, ich sammle keine Teddys. Bisher sitzen nur meine eigenen Bären im Arbeitszimmer, bis sie ein neues Zuhause gefunden haben. Natürlich sehe ich mir gern die Teddys anderer Bärenkünstler an. Und der eine oder andere könnte schon mein Herz erweichen. Aber selbst entwerfen und meine Ideen umsetzen bereitet mir mehr Freude.

Bevorzugen Sie traditionelle Teddys oder eher witzige und ausgefallene Exemplare?
Die traditionellen Bären liegen mir zur Zeit am ehesten. Meine Tochter ist da eine gute Kritikerin. Sie bevorzugt für sich selbst zum Spielen und Liebhaben eher die „altmodischen“ Modelle. Natürlich habe ich schon mit Materialien experimentiert bzw. etwas frechere Modelle genäht. Neben den Bären nähe ich nun Hasen bzw. kombiniere die Schnitte miteinander. Meine Bären bleiben dabei aber immer Unikate, auch wenn ich mehrere einer Serie gefertigt habe. Kein Bär gleicht in seiner Art dem anderen.

Was war bisher Ihr größter bzw. kleinster selbst genähter Teddy?
Mein größter Teddy war 36 cm, der Kleinste (Paulchen) ca. 18 cm groß. Die größeren Exemplare bekommen dann auch eine Brummstimme, wenn es zum Typ passt.

Porträt Anja Dassel, Bären-Tal   Was ist für Sie das Schönste am Bärenmachen?
Spannend ist für mich jedes Mal, wie aus einem Stück Stoff durch geschickten Zuschnitt, Nähen der Einzelteile und Wattefüllung ein neuer Charakter entsteht. Für das Herstellen des Kopfes nehme ich mir auch die meiste Zeit. Schließlich prägt der Gesichtsausdruck, die Größe der Ohren und Nase den gesamten Bären. Ich bin jedes Mal aufs Neue überrascht und froh, wenn es mir gelungen ist.

Nehmen Sie regelmäßig an Messen, Börsen, Wettbewerben teil?
Da ich mich noch auf relativ neuem Terrain bewege, habe ich bisher an keiner Ausstellung teilgenommen. Dazu fehlte mir der Mut. Mein erster Wettbewerb war die Wahl zum „Gläsernen Teddybär 2010“. Leider war mein Bär nicht unter den Bären auf den ersten drei Plätzen. Aber Preise und Trophäen sind nicht das Wichtigste. Ich bin jedes Mal glücklich und zufrieden mit meiner Arbeit, wenn ein Teddy aus Bären-Tal ein neues Zuhause gefunden hat.

Meine Bären haben eine eigene Website unter www.baeren-tal.de oder sind auch bei dawanda.com (baerental) zu erwerben.

Haben Sie bereits einen Preis gewonnen?
Nein, bisher noch nicht.

Haben Sie einen ganz persönlichen Traum in Bezug auf das Bärenmachen?
Ich hoffe, dass mir meine Ideen niemals ausgehen und ich weiterhin einigen Leuten ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann, wenn sie meine Bären sehen oder sogar adoptieren. Gern möchte ich meine handwerklichen Fähigkeiten noch verbessern. Als Herausforderung würde ich die Herstellung eines realistischen Naturbären sehen. Vielleicht wird das ein neues Projekt, wenn es meine Freizeit zulässt.

Was möchten Sie anderen Bärenmachern / Bärenfans mit auf den Weg geben?
Den Bärenkünstlern wünsche ich: bleibt Euch selbst treu und habt weiterhin Spaß am Bärenmachen. Für die Bärenfans: habt Freude an Eurem erworbenen Bär. Vergesst Eure Alltagssorgen - Bären sind von jeher Seelentröster für jedermann, egal ob groß oder klein.

Bärige Grüße aus Bären-Tal
Anja Dassel

www.baeren-tal.de

Bildnachweis / Copyright: Anja Dassel





 
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