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Bärenmacher(in) des Monats März 2010:
Angelika Reiche (GelaBaer)
Bitte stellen Sie sich und Ihre Bären mit eigenen Worten vor.
Ich wohne mit meinem langjährigen Lebenspartner und meinem Yorky in Frankfurt am Main / Bornheim. Von Beruf bin ich Erzieherin und habe viele Jahre im Kindergarten gearbeitet.
Eigentlich war ich schon immer kreativ tätig. Als Schulkind habe ich Kurzkrimis geschrieben, dann ging es weiter mit Puppen basteln, malen und zeichnen, stempeln, stricken und häkeln etc.

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Wann haben Sie mit dem Bärenmachen begonnen und was war der Anlass dafür?
Durch das Häkeln bin ich im November 2008 zum ersten Mal auf die Idee gekommen, einen Bären zu machen bzw. zu häkeln. Ich habe dann ein paar Monate Minibären gehäkelt und 18 eigene Häkelanleitungen geschrieben. So streng nach Anleitung zu arbeiten liegt mir gar nicht.
Beim Arbeiten kommen mir Ideen und Verbesserungen in den Sinn, die ich dann auch umsetzen möchte und das am besten sofort.
Können Sie sich an den ersten, selbst gemachten Bären erinnern?
Im April 2009 kam dann die berühmt berüchtigte Bärenbastel- packung auf mich zu und ich habe mich auch daran gewagt, aber das Ergebnis war niederschmetternd und ich hatte mir fest vorgenommen, nie mehr einen Bären zu nähen. Lange habe ich mich allerdings nicht daran gehalten und als die ersten Bären mein Herz berührten, konnte ich mit meiner neuen Sucht auch nicht mehr aufhören.
Wieviele eigene Schnitte haben Sie schon ungefähr entworfen?
So genau kann ich das gar nicht sagen, da ich meine Schnitte immer wieder verändert habe und am Ende vielleicht noch zehn übrig blieben, die es wert waren, öfter benutzt zu werden. Inzwischen habe ich etwa sechs Lieblingsschnitte, auf die ich immer wieder zurückkomme.
Mit welchen Größen und Materialen arbeiten Sie am liebsten?
Meine kleinsten Bären sind 7cm und meine Größten 22cm. Für die Kleinen verwende ich am liebsten Frosted oder Smocky Longpile aus Amerika. Gerade bei den Winzlingen ist die Qualität des Stoffes unheimlich wichtig. Für die Größeren benutze ich hochwertige Webfelle, Alpaka oder Mohair. Zum Nähen, Augen einziehen und skulptieren verwende ich dünne, gewachste Zahnseide. Damit bin ich sehr zufrieden.
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Haben Sie einen absoluten Lieblingsteddy? Falls ja, warum gerade diesen?
Mein Lieblingsteddy ist immer der, mit dem ich gerade fertig geworden bin. Je niedlicher ein Teddy ist, um so mehr liebe ich ihn.
Woher nehmen Sie die Ideen für Ihre Teddys? Was inspiriert Sie?
Das ist ganz verschieden. Die meisten Ideen kommen mir beim Arbeiten selbst, wenn meine Fantasie beim Nähen auf die Reise geht. Natürlich beeinflussen mich auch Teddys von anderen Künstlern und ich bin immer auf der Suche nach Anregungen und neuen Ideen. Felle inspirieren mich auch, die Jahreszeit, mein Hundi und meine Enkeltochter.

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Was sind Ihre persönlichen Stärken?
Ich schaffe so ziemlich alles, wenn ich es nur fest genug will. Und dann bleibe ich auch dran, bis es klappt. Natürlich kenne ich auch meine Grenzen und halbe Sachen gibts nicht.
Sammeln Sie auch Teddys anderer Künstler bzw. bestimmter Firmen?
Eigentlich nur den Teddy aus meinen Kindertagen, aber durch Tauschgeschichten in den verschiedenen Foren baut sich so langsam eine kleine Sammlung bei mir auf. Einen Teddy habe ich sogar gekauft. Der ist von meiner Lieblingsbärenmacherin, die nicht ganz unschuldig daran ist, dass ich auch Bären mache.
Bevorzugen Sie traditionelle Teddys oder eher witzige und ausgefallene Exemplare?
Traditionelle Teddys sind schön, aber ich finde es nicht besonders spannend, einen zu nähen. Da sind zu viele Richtlinien, an die man sich halten muss. Ich liebe z.B. große, skulptierte Füße und große Augen. Beides Tabu bei den traditionellen Teddys. Witzige und ausgefallene Teddys gefallen mir schon eher, aber die allerliebsten sind mir doch die, die das Herz erweichen.
Was war bisher Ihr größter und kleinster Teddy, den Sie gemacht haben?
Mein Kleinster: gehäkelt 4 cm und genäht 7 cm, mein Größter 22 cm.
Was ist für Sie das Schönste am Bärenmachen?
Die Entspannung beim Nähen, alle Arbeiten im Gesicht des Teddys. Der Blick, wenn man die Augen schön eingezogen hat. Wenn er fertig ist, so geworden, wie man das gerne wollte, keine Fehler dran und ein Blick zum dahinschmelzen. Das ist die pure Befriedigung.
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Nehmen Sie regelmäßig an Messen, Börsen, Wettbewerben teil?
Ich werde dieses Jahr im März/April an meinem ersten Wettbewerb teilnehmen.
Haben Sie bereits einen Preis gewonnen?
Nein.

Haben Sie einen ganz persönlichen Traum in Bezug auf das Bärenmachen?
Einen Naturbären mit allem drum und dran zu machen.
Was möchten Sie anderen Bärenmachern / Bärenfans mit auf den Weg geben?
Bleibt bei Eurem persönlichen Stil und lasst Euch nicht verbiegen.
Bärige Grüße von Angelika Reiche
http://baerengeli.beepworld.de
Copyright Fotos: Angelika Reiche
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