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Vorgestellt: Andrea Cursiefen und die Domherrenbären Bitte stellen Sie sich mit eigenen Worten vor. Es ist schön, dass ich hier etwas über meine kleinen Domherren und mich erzählen darf. Die Wiege der Domherrenbären steht im schönen Seevetal. Das ist südlich von Hamburg, am Rande der Lüneburger Heide. Ihren Hausnamen haben die Bären durch ihre Herkunft erhalten. Sie werden im Domherrenfeld geboren. Nun zu mir, der Chefin der ganzen Bande. Ich bin Andrea Cursiefen und lebe mit meinem Mann Michael und unserer Hündin Jule im besagten Domherrenfeld. Von Beruf bin ich Tierarzthelferin. Um mehr Zeit für meine kleine Familie und die große Bärenfamilie zu haben, arbeite ich in Teilzeit. Wer noch was zu meinem Alter wissen möchte: ich bin Jahrgang 1963, also 45 Jahre jung.
Können Sie sich noch an den ersten Teddy erinnern, den Sie selbst gefertigt haben? Selbstverständlich. Er entstand nach einem Schnitt aus einem Bastelheft und sollte an den alten Steiff Zotty erinnern. Aus Unwissenheit habe ich da gleich einige Hürden auf mich genommen. Da war die eingesetzte Schnauze mit dem offenen Maul genau die richtige Herausforderung. Der arme Kerl ist aus einfachen Plüsch entstanden, der sich in alle Richtungen dehnte. Als Krönung habe ich ihm Sicherheitsaugen verpasst. Aber das stand ja alles so in der Anleitung. ![]() Wieviele eigene Schnitte haben Sie schon ungefähr entworfen? Das kann ich nicht genau sagen, es müssen hunderte sein :o) Ich biete ja schon weit über hundert verschiedene Schnittmuster von Bären und anderen Tieren zum Verkauf an. Dann gibt es noch zahlreiche, nach denen ich meine jeweils aktuellen "Kinder" nähe. Die Schnitte werden immer neu gezeichnet. Überarbeitungen liegen mir nicht so sehr. Da fange ich lieber mit einem nackten Blatt Papier an. Mit welchen Größen und Materialen arbeiten Sie am liebsten? Bei der Größe bevorzuge ich die Winzlinge zwischen 7 und 15 cm. Aber es gibt auch schon mal Riesen, die dann 25 Bärchenzentimeter messen. Beim Material bin ich sehr experimentierfreudig. Da ist natürlich das klassische Mohair und Alpaka. Auch Edelplüsch hat für mich seinen Reiz. Die Minibären fertige ich häufig aus den amerikanischen Longpile - Stöffchen. Auch da kommt oft Mohair in Kombination mit Cashmere zum Einsatz. Wenn so ein Bärchen dann geboren ist, stellt sich heraus, was es möchte. Das eine schreit gleich nach einem tollen Outfit, das andere will sein feines Fell lieber ohne viele "Extras" präsentieren. Da gibt es dann schon mal ein Glöckchen oder einen kleinen Schmuckstein.
Was sind Ihre persönlichen Stärken? Eine besondere Stärke ist meine Vielseitigkeit. Ich mag mich nicht auf einen Stil festlegen. Es gibt auch nicht nur Teddys in unserer Familie. Es tummeln sich auch immer wieder andere Tiere. Vor einiger Zeit haben die Naturbären Einzug gehalten. Das Wichtigste bei meiner Arbeit ist die sorgfältige Verarbeitung von hochwertigen Materialien. Der Bär (oder der Hund oder…) soll eine persönliche Ausstrahlung bekommen. Also zu einer Bärsönlichkeit werden. Weiterbildung ist ein weiterer Punkt, der mir sehr am Herzen liegt. Deshalb besuche ich Kurse und tausche mich mit anderen Bärenmachern aus. Sammeln Sie auch Teddys anderer Künstler bzw. bestimmter Firmen? Ich gehöre nicht zu den Sammlern. Es gibt viele Künstlerbären, die mir gefallen. Meine wirkliche Leidenschaft liegt darin, selbst solche Wesen zu erschaffen und ihnen Leben einzuhauchen. ![]() Bevorzugen Sie traditionelle Teddys oder sollten es auch mal witzige und ausgefallene Exemplare sein? Ich mag die traditionellen Teddys. Aber so richtig austoben kann ich mich mit den ausgefallenen und witzigen Exemplaren. Es entstehen aber auch immer mal wieder Klassiker und brave Bärenkinder. Was war bisher Ihr größter und kleinster Teddy, den Sie gefertigt haben? Der Größte war ca. 40 cm. Der Kleinste 5 cm. Die Zwerge liegen mir eindeutig mehr am Herzen und in der Hand. Was ist für Sie das schönste am Bären machen? Wenn aus vielen Einzelteilen eine kleine Bärsönlichkeit wird. Wenn so ein kleiner Kerl einen dann aus seinen schwarzen Knopfäuglein anblinzelt und zu leben beginnt. Dann ist da noch der Kontakt zu so vielen lieben Bärenfreunden. Das sind zum einen die Sammler und zum anderen die Kolleginnen, mit denen ich mich austausche. ![]() Nehmen Sie regelmäßig an Messen, Börsen, Wettbewerben teil? Meine Bären werden ausschließlich über meine Homepage vorgestellt. Leider fehlt mir neben Beruf und Familie die Zeit, sie auf Börsen zu präsentieren. Haben Sie bereits einen Preis gewonnen? Viele Menschen fragen immer wieder nach Wettbewerben und gewonnenen Pokalen. Ja, ist alles vorhanden! Hier sind einige: 1996 3. Platz beim Teddywettbewerb in Hamburg. 1997 1. Platz bei der Weihnachtsteddy in Hamburg. 1998 1. Platz beim Meister Teddy in Neustadt/Coburg. 1999 3. Platz bei der Teddybär-Welt in Wiesbaden und 3. Platz bei der Euro-Teddy in Essen. 2000 3. Platz bei der Teddybär-Welt in Wiesbaden und 1. Platz auf der Let Me Be Your Teddybär. 2001 1. Platz auf der Buxtebär. Seit einiger Zeit nehme ich nicht mehr an Wettbewerben teil, weil ich es nicht mehr wichtig finde, Preise und Pokale zu gewinnen. Wichtig sind die Bären!
soviel Spaß an der Arbeit, wie ich ihn habe. Wichtig ist es, seinen eigenen Stil zu finden und sich treu zu bleiben. Die Kreativität sollte dabei nicht auf der Strecke bleiben. Das Leben ist bunt - genauso sollte die Bärenwelt sein! Teddybären sind für die meisten Menschen ein Teil ihrer Kindheit. Versuchen wir doch alle, uns einen Teil unserer Kindheit zu bewahren. Liebe Grüße, Andrea Cursiefen Besuchen Sie die Domherrenbären im Internet: www.domherrenbaeren.de Bildnachweis: © Andrea Cursiefen |