Vorgestellt: Renate Hoffmann und die Waldbärenbande
Wie viele andere auch kam Renate Hoffmann über das Sammeln zum Bärenmachen. Irgendwann packte sie das Bärenfieber und in ihr wuchs der Wunsch, auch selbst einmal einen Teddybären anzufertigen. Ihr erster Versuch, ein Bär aus einer Bastelpackung, stellte sie nicht besonders zufrieden, danach entstanden zahlreiche weitere Bären nach Fremdschnitten aus Teddyzeitschriften. Auf Dauer machte ihr
das Nacharbeiten von fertigen Vorlagen keine Freude, sie wollte selbst kreativ sein und ihre Ideen zu Papier bringen. Im Jahr 2003 war es schließlich soweit, ihr erster eigener Schnitt entstand.
Ihr Erstlingswerk aus der Bastel- packung schaut Renate Hoffmann noch heute über die Schulter, wenn sie in ihrer kleinen Werkstatt neue Bären näht. Doch wie sind sie, die Mitglieder der heutigen Waldbärenbande? Renate: "Interessiert und wach, aber ein wenig schüchtern sehen sie aus, die Teddies von der Waldbärenbande. Fast alle meine Bären sind gekleidet, urig und ausgefallen. Nur so sind sie für ihre waldreiche Heimat im nordbayerischen Fichtelgebirge optimal ausgestattet. Besonders wichtig ist mir dabei der Ausdruck, der Charakter, der die Waldbärenbande so unverwechselbar macht."
Am liebsten arbeitet die Teddykünstlerin aus Wunsiedel mit Mohairstoffen und gelegentlich mit Viskose. Die Bären haben meistens eine Größe zwischen 18 cm und 40 cm. Ideen für neue Bären kommen oft ganz spontan oder während der Zubehörsuche auf Trödel- oder Antikmärkten. Das Wichtigste an einem neuen Teddybären sind sein Ausdruck und sein unverwechselbarer Charakter.
Das Bärenmachen ist eine sehr große Motivation für Renate Hoffmann, insbesondere wenn Besucher einer Bärenbörse an ihrem Stand stehen bleiben und ihnen die Bären ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Nicht besonders schön findet sie es, wenn ihre Ideen quasi unverändert kopiert werden.
Renate Hoffmann hat bereits an Wettbewerben teilgenommen: "Natürlich ist es ein tolles Gefühl bei einem Wettbewerb anzutreten und vielleicht einen der begehrten Plätze zu belegen. Ich freue mich auch riesig über die Nominierung meiner "Goldnase Augustin" bei der TeddybärWelt in Wiesbaden 2009.
Mein Primärziel ist es jedoch, den Menschen, die einen Waldbären adoptieren, einen treuen Freund an die Seite zu geben, der auch in schlechten Zeiten etwas Trost geben kann und einen vielleicht wieder zum Lachen bringt."