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Der Anholter Bärenwald: Ein persönlicher Bericht von Elke Wolf
Zweite: Bären im Anholter Bärenwald Natürlich weiß ich, wie ein Bär aussieht und bin auch hin und wieder einmal verreist. Trotzdem war ich aufgeregt am Abend vor meinem ersten Besuch im Anholter Bärenwald. Wie vor einer weiten Reise ins Unbekannte, schlief ich in dieser Nacht kaum. Ich war am Sonntag, dem 20. September 2009 mit Frau Evelyn Vos-Kramer vom Bärenwald verabredet. Wir wollten uns im Rahmen meiner Aktion "Kleine Teddys lieben große Bären" zugunsten des Anholter Bärenwaldes persönlich kennen lernen. Am gleichen Wochenende fand auch der 1. Anholter Teddy-Bären-Herbst statt und ich hatte zusätzlich die wunderbare Gelegenheit, ein paar Bärenfreunde zu treffen. Nachdem der offizielle Teil des Besuches auf das Angenehmste absolviert war, drängte es mich zu den Bären. Mein Mann Thomas hatte mich zum Bärenwald begleitet. Da wir noch Zeit bis zur Fütterung hatten, spazierten wir durch den Park, der uns gleich gefangen nahm mit seiner besonderen Atmosphäre und seiner einzigartigen Ausstrahlung: uralte Bäume, ein großer See mit "Schweizer Häusli", Seerosen, Farne und Schilf, Felsen, verschlungene Wege und Pfade. Wir sahen zwei Wölfe, einen Luchs am Wasserloch und dann entdeckten wir die Kragenbären. Ich war sprachlos. Wir hatten sie uns viel größer vorgestellt und scheuer. Nie hätten wir damit gerechnet, so nah an sie heranzukommen. Aber sie waren einfach da.
Die Fütterung war eine interessante Angelegenheit. Jutesäcke, gefüllt mit Nüssen und Äpfeln wurden ins Gehege geworfen, für jeden Bären einen. Mit großem Eifer begannen die Bären, die Jutesäcke aufzureißen oder aufzubeißen, um an die Leckerbissen heranzukommen. Ein Kragenbär hatte übermütig und schnell seine Portion vertilgt. Nun versuchte er den anderen Bären ein paar Äpfel oder Nüsse zu stehlen, was mit eindrucksvollen Brummen vereitelt wurde. Zwei der Kragenbären gerieten derart in Streit angesichts der Futtersäcke, dass sie sich buchstäblich auf die Hinterbeine stellten. Die Körper zur voller Größe aufgerichtet, die Schnauzen dicht beieinander, brüllten sie lautstark und knurrten energisch; gebissen oder gekratzt wurde nicht. ![]() Bei den drei Braunbärinnen verlief die Fütterung ruhig. Jede von ihnen nahm sich ihren Jutesack. Die beiden Schwestern fraßen in relativ geringem Abstand voneinander, die andere Bärin entfernte sich ein Stück von den beiden und genoss dann aber in aller Ruhe ihre Leckereien. Nachdem die Fütterung beendet war, wurde es wieder ruhig am Bärengehege. Die Besucher verteilten sich im Park. Ursprünglich hatten auch wir geplant, den Rest des Wildparks zu besuchen, aber wir blieben bei den Bären. Natürlich wusste ich, wie ein Bär aussieht ... aber ich hatte keine Ahnung. Keine Ahnung von dem, was sie alle umgibt. Von dem, für das ich keine Worte finde. Von dem, was für mich unbeschreiblich bleibt, weil es ihnen niemals gerecht werden würde.
Bericht und Fotos: Elke Wolf www.le-petit-bonheur.de Ergebnis Spendenaktion zugunsten des Anholter Bärenwaldes bei Ebay Für die Spendenaktion, die im November 2009 bei Ebay stattfand, hatten viele Bärenmacher(innen) wunderbare Teddybären und andere bärige Artikel zur Verfügung gestellt. Im Rahmen der Auktionen kam ein Endbetrag von knapp 986 Euro zustande. Da dieser aufgerundet wurde, kamen für die Bären 1000 Euro als Spendensumme zusammen. Die Organisatorin der Spendenaktion, Elke Wolf, plant ihren nächsten Besuch im Anholter Bärenwald im März 2010. |
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