In eigener Sache
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Nach einer Pause geht es nun in 2008 weiter mit unseren Teddykünstler(innen) International Porträts.
Wir "besuchen" Bärenmacher in verschiedenen Ländern und auf verschiedenen Kontinenten, um
Ihnen die Vielfalt der internationalen Teddybärwelt näher zu bringen. Wenn Sie sich ebenfalls dem
Bärenmachen verschrieben haben und sich für ein Porträt interessieren, freuen wir uns auf Ihre
Nachricht.

Cherie
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Das erste International-Porträt im neuen Jahr widmet sich den Ylu-Bears und ihrer Schöpferin Yvette
Amann. Die Teddy- künstlerin aus der Schweiz beschreibt ihre Bären als absolute Seelentröster und
Vertrauenspartner, die weich gefüllt sind und zum Kuscheln animieren. Oft sind sie auch sehr farbig. Jeder Stoff wird sorgfältig ausgesucht
und falls die Farbe nicht ihren Wünschen entspricht, färbt Yvette Amann das Mohair nach ihren eigenen Bedürfnissen
ein. So entstehen Einzelstücke mit viel Charme, die abgesehen von der farblichen Abstimmung
eher traditionell sind.
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Yvette Amann beschäftigt sich bereits seit über einem Jahrzehnt sehr intensiv und aktiv mit dem Thema
Teddybär und gab im Jahr 1991 ihren Kreationen den Namen Ylu-Bears. Bärenmachen bedeutet für sie
eine Leidenschaft, die sie bis heute nicht losgelassen habe. Yvette Amann: "Jahre vorher habe ich alte
Puppen gesammelt. Manchmal kaufte ich auch einen alten Teddy, der repariert werden musste. Zu
diesem Zweck lernte ich in einem Kurs die Fertigung eines Teddys. Zuerst beschränkte ich mich
darauf, diese alten Teddys zu reparieren und ging dann auf eigene Kreationen über."

Marino

Leann
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An den ersten, selbst gefertigten Teddy kann sich Yvette Amann noch genau erinnern: "Verwendet hatte
ich dafür einen dunkelbraunen Baumwolltricot-Stoff. Der Stoffrücken war dehnbar und durch das viele
Stopfen wurde mein erster Teddy kugelrund. Diesen verschenkte ich an mein Patenkind Zoë. Als sie größer wurde, verkaufte sie ihn auf dem Flohmarkt
und bekam Fr. 5.-- dafür.”
Die Teddykünstlerin lässt sich auf den verschiedenen Bärenausstellungen und bei Gesprächen mit
Bärenfreundinnen inspirieren und findet es faszinierend, einfach alles auszuprobieren was ihr in
den Sinn kommt. Yvette Amann: "Der Teddybär ist für mich das vollumfänglichste Hobby, das man sich
vorstellen kann. Es erlaubt mir, beim Bärenmachen ganz allein für mich zu sein und es gibt mir zugleich die
Gelegenheit, auf Börsen in Kontakt mit Kunden und anderen Künstlerinnen zu treten."
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Auch über ihre ganz persönlichen Bärenmacher-Träume konnten wir etwas in Erfahrung
bringen. Yvette's größter Wunsch wäre, ein Wochenende mit einem ihrer Vorbilder zusammen
zu sein und mit ihr gewisse Techniken für ihre eigenen Bären umzusetzen. Ihr zweiter Wunsch wäre, mit
ihren Teddys Groß und Klein noch für lange Zeit erfreuen zu dürfen.
Yvette Amann wurde 1950 in Basel geboren und wuchs in der Region auf. Sie ist verheiratet, hat einen
erwachsenen Sohn, welcher selbständiger Künstler ist und wird von ihrem Mann in ihrer Bärenleidenschaft
vollumfänglich unterstützt. Er hatte ebenfalls eine Zeitlang Bären gefertigt und hilft noch heute
beim Splinten der Teddys. Außerdem sei er wohl der größte konstruktive Kritiker, den sie um sich
habe.

Michael

Océano
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KuscheltierNews wollte wissen, was für eine Bedeutung der Teddy für die Menschen in der Schweiz
hat und ob es eine Teddybär- szene gibt. Yvette Amann: "Basel ist unter den Bärenkünstlerinnen
ein Begriff, weil es in unserer Stadt wohl eine der schönsten Teddybärsammlungen im
Puppenhaus- museum gibt. Als Teddyfan ist es ein absolutes "Muss" diese Sammlung anzuschauen. Die Stadt Basel hat eine
schöne Altstadt mit Fussgängerzone und ist immer einen Besuch wert.
Auch in der Schweiz gibt es viele Bären- künstlerinnen, die sich auf regelmäßigen Messen treffen. Die größte
Ausstellung ist das Bärenfestival. Dort bin ich jedes Jahr mit meinen Teddys anzutreffen. In Reinach,
Thun und Rapperswil finden ebenfalls Teddyausstellungen statt. Angenehm ist, dass diese auf das ganze Jahr verteilt sind.
Das Bärentreffen 3Ländereck in Muttenz, welches ich selbst organisierte, feierte dieses Jahr das 10.
Jubiläum. Bereits vor einem Jahr gab ich bekannt, dass ich als Organisatorin zurücktrete, da für mich der
Aufwand zu groß wurde. Offen gelassen habe ich jedoch, dass ich nach meiner Pensionierung eventuell wieder die
Organisation übernehme. Dies jedoch nur, wenn die Leute immer noch an Teddys interessiert sind. Leider wollte niemand diese
große Ausstellung übernehmen.
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Am 2. und 3. Mai 2008 wird am selben Ort eine kleinere Ausstellung (ca. 25 Aussteller) unter
neuer Führung stattfinden."
Weiterhin haben wir nachgefragt, ob die Teddykünstlerin bei ihrer Arbeit von ihrer Heimat beeinflusst
werde. Yvette Amann entgegnet, dass ihr Wohnort egal ob Schweiz oder Ausland für ihre
Kreationen nicht ausschlaggebend sei. Generell würden die Bären der Schweizer Künstlerinnen
denen im Ausland entsprechen manche eher ausgeflippt, andere eher traditionell.

Valentine, Sara und Romano
Wir danken Yvette Amann für die nette Zusammenarbeit und wünschen weiterhin bärigen
Erfolg.
Besuchen Sie die Ylu-Bears im Internet: www.ylu-bears.ch
Bildnachweis: Alle Fotos © Yvette Amann, Ylu-Bears
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