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Teddykünstler(innen) im Porträt:
Die bärige Welt von Angelika Schwind


Manchmal kommt jemand durch einen traurigen Anlass zum Bärenmachen, und dann ist es gar nicht so selten, dass die Teddys dabei helfen, schwierige Lebenssituationen zu überstehen und neuen Mut zu fassen.

Künstlerbären von Angelika Schwind, gelibären   Angelika Schwind kam 1995 zum Bärenmachen, als sie wegen einer schweren Erkrankung fast drei Jahre in einer Klinik verbringen musste. Angelika: "Mein damaliger Arzt ist ein leidenschaftlicher Bärensammler und als die Chemo positiv anschlug, entschloss ich mich, ihm einen selbstgemachten Bären zu schenken. Der wurde so schön, dass andere Mitpatienten auch einen wollten und so verschönte das Bärenmachen den langen Klinikaufenthalt." Ihr erster Bär fährt noch heute im Auto des Arztes mit.

Lange ist dies nun her, doch die Bären, die unter dem Namen "Gelibären" bekannt sind, blieben an Angelikas Seite. Ihre Bären sollen lustig aussehen und ihre Gesichter Ausstrahlung haben.

Eine bestimmte Richtung verfolgt die Teddykünstlerin dabei nicht. Neben den lustigen Gesellen mit großen Füßen gehört ihr Herz auch den antiken Bären. Die Gelibären gibt es jeweils in kleiner Auflage auch als Bastelpackung, und so ist es ihr wichtig, dass die Bären immer wieder anders und interessant aussehen.

Künstlerbären von Angelika Schwind, gelibären

Angelika muss nur das Mohair vor sich liegen sehen, dann kommen die Ideen von selbst und lassen verschiedene Charaktere von kuschelig bis frech entstehen. Ergänzt durch passende Accessoires und Kleidung kommen oft die verrücktesten Bärentypen dabei heraus. Wenn Angelika eine Idee hat, sei sie nicht mehr zu halten, erzählt sie. Das Ohren annähen mag sie jedoch nicht so gern. Sie verwendet ausschließlich Mohair und keinen Plüsch. Zu ihren Favoriten gehören antikes und sparce Mohair, wobei sie gern mit den Materialien experimentiert, die Stoffe rasiert oder den Flor herausrupft.

Künstlerbären von Angelika Schwind, gelibären   Ob ein Teddy perfekt ist, liegt ihrer Ansicht nach immer im Auge des Betrachters. Es muss eben Liebe auf dem ersten Blick sein. Einen perfekten Tag zum Bärenmachen gibt es in dem Sinne nicht. Doch sie fügt noch hinzu, dass sie an einem schlechten Tag auf keinen Fall Gesichter mache.

Die Bären nehmen fast Angelikas komplettes Leben in Beschlag, da sie ihr Hobby zum Beruf gemacht hat. Angelika: "Ich möchte, dass ich mein Bärenstübchen noch lange halten kann und schön wäre es natürlich, wenn ich die nächsten Jahre von meinen Ideen und Kreationen leben könnte."

Besuchen Sie die gelibären im Internet:
www.gelis-baeren.de

Informationen zum Antik- und Bärenstüble

Bildnachweis: © Angelika Schwind


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