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Vorgestellt: LouBear Mohair - Teddypelze aus Südafrika
Längst haben die Mohairstoffe von LouBear in viele private Bastel- zimmer Einzug gehalten
oder sind bei diversen Fachhändlern erhältlich. Immer mehr Teddys auch in Deutschland - tragen einen Pelz,
der in Südafrika produziert wurde. Kuscheltier News hat nachgefragt und stellt Ihnen LouBear Mohair im ausführlichen
Porträt vor.
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LouBear Mohair ist ein kleines Familienunternehmen mit Sitz in Paarl, etwa 50 km nördlich von
Kapstadt gelegen. Die beiden Eigentümer Luis Da Silva und Bernhard Kossmann haben ihre Aufgabenbereiche unter- einander
klar aufgeteilt. Unterstützung erhalten sie zusätzlich von der Weberin Elmaine Davids und je nach Arbeitsaufkommen auch von
Familienmitgliedern. Zu diesem kleinen Team sollen im Laufe des Jahres noch zwei weitere Mitarbeiter hinzukommen.
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Während Luis Da Silva für die Produktion zuständig ist, kümmert sich Bernhard Kossmann um
Produktentwicklung, Marketing und Verwaltung. Er ist sozusagen die "deutsche Stimme" von
LouBear und hat uns erzählt, auf welche Weise es ihn nach Afrika verschlagen hat.
Bernhard Kossmann wuchs in Krefeld auf und studierte dort Textiltechnik. Als junger Ingenieur
arbeitete er bei namhaften Plüschwebern am Niederrhein und konnte auch einige Erfahrungen
mit Fellimitationen (u.a. für die Fa. Steiff) sammeln. 1984 bekam er ein Stellenangebot mit
befristeten Vertrag bei dem einzigen Plüschhersteller in Südafrika. Vier Jahre später
wanderte er entgültig mit seiner Frau und zwei Kindern nach Südafrika aus. Heute lebt er mit
seiner Frau in Claremont, am Fuße des Tafelbergs. Sein Sohn studiert in Freiburg, während
seine Tochter eine Ausbildung an der Kapstädter Universität macht.
Die Entstehung von LouBear Mohair
2004 wurde der Preisdruck durch Billigimporte aus China so groß, dass die Plüschweberei in Paarl
geschlossen wurde. Als Konsequenz verloren 200 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz.
Doch das persönliche Unglück schien auch einmalige Chancen zu bieten, da Luis Da Silva und
Bernhard Kossmann die notwendigen Maschinen für ihr eigenes Projekt sehr günstig erwerben konnten.
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Im Juli 2005 wurde die Firma LouBear Mohair gegründet. Die Idee, Mohair für Teddybären zu
weben, war jedoch viel älter, denn Luis Da Silva und Bernhard Kossmann hatten bereits Jahre
vorher Muster für einen deutschen Teddyhersteller gemacht.
Der Anfang war schwer: Es musste eine Halle gemietet und eingerichtet werden. Muster wurden benötigt,
welche auf Messen in Australien, England und Deutschland vorgestellt wurden.
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Mohair und Mohairgarn kommen aus Südafrika, die Stoffe werden in einer Spezialfärberei in Kapstadt gefärbt. Von
Anfang an stand fest, dass der Vertrieb aufgrund der dominierenden Mitbewerber nicht über
Großhändler und Importeure abgewickelt werden konnte. Stattdessen konzentrierte man sich darauf, Fachhändler und Endverbraucher
mit Hilfe des Internets direkt zu beliefern.
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Von Beginn an hat LouBear Mohair sein Sortiment ständig erweitert. Zur Zeit sind 120 verschiedene
Stoffvarianten (Oberflächen oder Farben) erhältlich. Entweder aus 100% Mohair oder 70% Mohair und
30% Kunstseide im Flor in verschiedenen Längen und Dichten. Es werden nur südafrikanische
Garne verwendet.
Der Direktkauf beim Hersteller bringt für Endverbraucher aus aller Welt so manchen Vorteil mit sich.
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Die Stoffe werden per Luftpost verschickt, wobei das Porto im Stoffpreis bereits eingeschlossen
ist. Weiterhin ist die erforderliche Mindestmenge kleiner als bei anderen Herstellern, da die Stoffe
in einem industriellen, kontrollierten Prozess als einzelne Meterstücke gefärbt werden. Jeder einzelne
Meter wird von Hand bearbeitet (geknautscht, gespitzt usw). Dadurch ist man bei LouBear
Mohair in der Lage, aus Halbfertigwaren nach Auftragseingang die gewünschte Stoffvariante kurzfristig anzufertigen.
So lassen sich auch Effekte erzielen, die maschinell nicht ohne weiteres realisierbar
sind.


Berhard Kossmann mit seinem ersten, selbst gefertigten Teddy
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Durch die besondere Art der Fertigung verschickt LouBear Mohair jede der 120 Varianten
innerhalb von zwei Arbeitstagen, meist noch am Tag des Auftragseingangs. Weiterhin ist es auch
kein Problem, kleine Mengen eines bestimmten Stoffs nachzubestellen. Anregungen von Kunden
werden nach Möglichkeit umgesetzt, auch Sonderanfertigungen sind möglich.
LouBear Mohair erzielt ca. 70% des Umsatzes mit Fachhändlern oder Kursleitern aus aller Welt,
wobei Australien, Deutschland, Canada, Großbritannien und die USA die wichtigsten Märkte sind.
Circa 10% werden in kleineren Mengen über die Website direkt an Bärenmacher (hauptsächlich in
Australien und den USA) verkauft. Und circa 20% gehen direkt in den südafrikanischen Markt.
Auch in Zukunft wird das LouBear Angebot nahezu monatlich erweitert. Großen Wert legt man
auf innovative Stoffe, wobei auch hier Kundenwünsche und -anregungen
sehr wichtig sind.
Besuchen Sie LouBear Mohair im Internet:
www.loubear.com
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Bildnachweis: © Loubear Mohair, Bernhard Kossmann
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