Die "Gilles Bären" gibt es seit 1998. Anlässlich ihres 10-jährigen Jubiläums möchten wir die Gelegenheit nutzen, Silvia Gilles und ihre Kreationen vorzustellen.
Silvia Gilles war schon immer gern kreativ tätig, wobei Seidenmalerei, Zeichnen, Sticken und Stricken zu ihren Hobbys gehörten. Als sie jedoch auf einer Spielzeugbörse das erste Mal Künstlerbären sah, hatte sie den Wunsch, solch einen Bären selbst zu nähen. Ein Wunsch mit Folgen. Grundkenntnisse erwarb sie durch eine Teddybärenzeitschrift und versuchte anschließend ihr Glück direkt mit einem eigenen Schnitt.
Sie hatte eine genaue Vorstellung davon, wie ihr Bär aussehen sollte, aber das Ergebnis war nicht perfekt. Er trug einen Pelz aus nicht gerade hoch- wertigen Plüsch, und er zeichnete sich durch eine überlange Nase und große Ohren aus und war wahrlich keine Schönheit.
Silvia Gilles war dennoch stolz auf ihren ersten, eigenen Bären und wird sich nie von ihm trennen können.
Die Teddykünstlerin aus Troisdorf bei Köln beschreibt ihre heutigen Bären wie folgt: "Bei meinen Bären ist mir in erster Linie wichtig, dass sie einen so anschauen, als würden sie einem tief in die Seele blicken. Meine größeren, weitgehend naturalistisch wirkenden Bären sollen aber immer noch den Charme und Ausdruck eines richtigen Teddys haben. Die kleineren Bären mit skulptierten Füßen wirken meistens frech oder tolpatschig und sind immer knuddelig."
Um neue Ideen für Bären zu erhalten, geht Silvia Gilles manchmal eher ungewöhnliche Wege:
"Für meine Bären "Mr. Hinkelstone" und "Mr.P.", witzig-knuffige Bären mit dicken biegsamen Tatzen, habe ich mich durch die Musiker meiner Lieblings-Popgruppe "Fools Garden", Volker Hinkel und Peter Freuden- thaler, inspirieren lassen."
Spontane Ideen für ein neues Teddybär-Design bringt sie schnell zu Papier, um sie möglichst schnell umzusetzen. Der Teddy- künstlerin gefällt sehr gut, dass sie ihre Ideen immer wieder neu umsetzen kann und was ihr beim Bärenmachen nicht gefällt, vermag sie nicht zu sagen.
Die Gilles Bären sind 20 bis 50 cm groß und entstehen bevorzugt aus Mohair, Alpaka und hochwertigen Webfell, wobei meistens ein Mix aus verschiedenen Materialien verwendet wird. Manche Bären haben Lederballen, modellierte Krallen, biegsame Arme durch Drahteinlagen, ein offenes Maul mit Zunge und Augenlider. Bei anderen Bären werden die Fußsohlen skulptiert.
Ein perfekter Bär ist in Silvia's Augen sehr gut verarbeitet und hat einen Blick, der zu sagen scheint "Nimm mich mit". Dabei spiele es keine Rolle, ob es sich um ein technisch aufwändig genähtes Exemplar handelt oder um einen einfachen, klassischen Bären.
Silvia's größter Wunschtraum in Bezug auf das Bärenmachen ist gerade in Erfüllung gegangen:
"Als großer Steiff-Fan war ich besonders stolz, dass ich den ersten Platz beim Steiff-Sonderpreis 2008 mit meinem klassischen Bären "Jona" gewonnen habe."
Obwohl Silvia Gilles nunmehr schon seit 10 Jahren von ihren Bären durchs Leben begleitet wird, macht ihr das Entwerfen und Nähen von Teddybären und anderen Tieren noch genauso viel Spaß wie am ersten Tag und Silvia hofft, dass es noch lange so bleiben wird.