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Kuscheltier News Teddylexikon A wie Alpaka Alpaka ist weich, dick, gewährleistet eine sehr gute Verarbeitung und ist 100% Natur. Alpaka-Plüsch stammt vom Alpaka (Lama pacos oder Vicugna pacos) - einer Kamelform, die in den südamerikanischen Anden als Nutztier verbreitet ist und vorwiegend wegen ihrer Wolle gehalten wird. Inzwischen ist Alpaka-Plüsch bei Bärenmachern sehr beliebt, und ist in vielen Qualitäten und Farben erhältlich. B wie Bär 55 PB Hierbei handelt es sich um eine Fabrikationsbezeichnung, die sich auf den ersten, gegliederten Steiff-Bär von 1903 bezieht. Die Abkürzungen bedeuten Plüsch, beweglich, Sitzhöhe 55 cm. Original-Exemplare aus jener Zeit sind heute äußerst seltene Raritäten bzw. gar nicht mehr zu finden. C wie Cashmere Cashmere wird sehr gern von Bärenmachern für Sohlen und Schnauzeneinsätze verwendet. Die Kaschmirwolle (auch bekannt als Cashmere) ist eine feine und vor allem weiche Faser, die man am Ende des Winters aus dem Unterfell der Kaschmirziege gewinnt, indem es gekämmt wird. Cashmere zählt zu den wertvollsten Naturtextilien und wird häufig mit Merino- oder Schafwolle gemischt. D wie Dean's Dean's Rag Book Co Ltd. ist Großbritanniens ältestes Teddybär-Unternehmen. Gegründet wurde Dean's 1903, die ersten Teddys wurden 1915 hergestellt. Bis heute zählen Dean's Teddys weltweit zu den hochgeschätzten Sammlerstücken. Der Dean's Collectors Club gehört zu den größten Teddybär-Sammlerclubs der Welt. E wie Effilieren Effilieren (frz.) bedeutet, dass dichtes Haar beim Schneiden gleichmäßig ausgedünnt wird. Beim Bärenmachen wird insbesondere das Fell um die Schnauze herum effiliert, um ein gleichmäßigeres bzw. stufigeres Aussehen zu erreichen. Besonders eignen sich spezielle Effilierscheren, die man im Friseurbedarf findet. F wie Fadengelenk Bei Fadengelenken werden die Arme und Beine (manchmal auch der Kopf) durch Fäden am Körper befestigt, so dass der Teddy auch ohne die Verwendung von Splinten und Gelenkscheiben eine gewisse Beweglichkeit hat. Fadengelenke werden häufig bei Miniaturen verwendet oder als preisgünstige Alternative zum herkömmlichen Splinten. Generell ist zu beachten, dass man hierfür reißfestes Garn oder Zahnseide benutzt. G wie Gelstifte Gelstifte eignen sich gut, um Schnittmuster auf Stoff zu übertragen. Er trocknet schnell, und aufgrund der stabilen Metallspitzen wird der Stift beim Zeichnen nicht stumpf wie z.B. Bleistifte. Gelstifte sind in fast allen Farben erhältlich und können somit passend zur Stoff-Farbe gewählt werden. H wie Highpile Gemeint ist die Florhöhe, z.B. bei Cashmere Pfotenstoff oder anderem Minibärenstoff, welche oftmals ca. 2 mm beträgt. Der Flor ist somit etwas "höher" als bei normalem Pfotenstoff. Cashmere highpile und Minibärenstoffe highpile eignen sich sehr gut für Pfoten-, Sohlen-, Schnauzen und Baucheinsätze oder für komplette Minibärchen. I wie IronTeddy IronTeddy ist ein Angebot der IRONteddy GbR aus Frankfurt am Main. Teddybären und andere Kuscheltiere können an einem individuellen "Sport- und Fitnessprogramm" teilnehmen und bekommen so viel von der Welt zu sehen. Mehr unter: www.ironteddy.com J wie Jacky Jacky ist wohl eines der bekanntesten Steiff Teddy-Designs. Das Bärchen wirkt kindlich, sein unverwechselbares Merkmal ist ein heller Querstrich auf seiner dunklen Nase und ferner ein angedeuteter Bauchnabel. Jacky wurde ursprünglich zwischen 1950 und 1959 hergestellt, in späteren Jahrzehnten kamen Jacky-Repliken hinzu. Siehe auch: www.teddybaer-antik.de K wie Kapok Neben synthetischer Füllwatte, Granulat und Holzwolle wird auch Kapok beim Bärenmachen oft als Füllmaterial eingesetzt. Kapok (auch als Pflanzendaunen bezeichnet) ist die Hohlfaser des tropischen Kapokbaumes. Kapok ist ein naturbelassenes Füllmaterial mit temperatur- ausgleichenden und feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften und ist zumindest teilweise antibakteriell und schädlingsresistent. Es hat aber den Nachteil, dass es beim Verarbeiten fusselt. L wie Lavendel Besonders alte Teddybären (insbesondere die mit Holzwollfüllung) werden manchmal von Schädlingen heimgesucht. Gerade im Fall von Motten nutzen Teddysammler und Bärenmacher gern den typischen Duft von Lavendel, um Motten von den Plüschgesellen fern zu halten. Es gibt z.B. Lavendelblüten-Mischungen in Apotheken oder Online-Shops, die direkt mit der Stopf-Füllung vermischt werden können oder die man in Form von Duftsäckchen in der Vitrine zwischen die Bären legen kann. Manchmal wird der Teddy sogar mittels Spritze mit etwas Lavendelöl "geimpft". M wie Matratzenstich Der Matratzenstich wird verwendet, um Stopföffnungen bei Teddys und Kuscheltieren sauber zu schließen und um kleine Teile wie Ohren und Schwänzchen anzunähen. Um eine nahezu unsichtbare Naht zu erreichen, sollte der Stoff nicht ausfranzen bzw. leicht einreißen. Weiterhin muss das verwendete Nähgarn reißfest sein. N wie Needle Felting (Nadelfilzen) Durch Nadelfilzen können komplette Teddys / Tiere und Accessoires entstehen. Manchmal werden auch nur Körperteile wie Nasen oder Schnauzen gefilzt. Bei dieser Technik wird mit einer Filznadel immer wieder in ein Stück Filz- oder Märchenwolle hineingestochen, so dass die Wolle verfilzt. Das Wollstück wird solange von allen Seiten bearbeitet, bis es die gewünschte Form & Festigkeit hat. O wie Onyxaugen Onyxaugen sind Teddyaugen in besonders kleiner Ausführung mit 1 bis 3 mm Größe. Sie eignen sich sehr gut für Minibären unter 10 cm. P wie Positionsaugen Bei Positionsaugen handelt es sich um schwarze Glasaugen an einer Nadel, welche einzeln oder in diversen Sets im Handel erhältlich sind. Mit ihrer Hilfe kann man ohne viel Aufwand ausprobieren, welche Augengröße und -position dem Teddy besonders stehen. Die Positionsaugen werden hierzu einfach in den Kopf gesteckt. Stehen Größe und Position der Augen fest, eine kleine Markierung machen und dann die richtigen Glasaugen einziehen. R wie Ratiniert Ratiniert bzw. Ratinée bezieht sich auf eine spezielle Mohairqualität oder Sonderausrüstung, mit der ein leicht gelockter/gewellter Effekt erzielt wird. Andere Sonderausrüstungen sind beispielsweise geknautscht, String-Optik und gespitzt (anders gefärbte Haarspitzen). S wie scissor sculpting Anders als beim Needle sculpting (plastische Effekte mittels gezielter Nadelstiche) wird beim scissor sculpting mit Hilfe einer Schere das Fell ( insbesondere am Kopf) in Form gebracht. Besonders gut eignet sich hierfür glattes Fell mit dichtem, langen Flor, bei dem durch das gezielte Kürzen des Flors Gesicht und Schnauze besonders gut zur Geltung kommen. Auf diese Weise kann man auch niedliche Puschelschnuten realisieren. T wie Trapunto (Sohlen) Unter Trapunto-Technik versteht man eine Quilting-Technik, mit der man ein "erhabenes" Design realisieren kann, d.h. Schmuckelemente heben sich plastisch vom Hintergrund ab. Trapunto-Designs sind im Handarbeitsbereich weit verbreitet. Beim Bärenmachen bezieht sich diese Technik vor allem auf plastisch wirkende Ballen an Pfoten und Fußsohlen. Zuerst fertigt man Schablonen für die gewünschten Ballen an und überträgt diese auf Leder oder Pfotenstoff. Dann werden die Teile entweder mit dem Matratzenstich oder mit kleinen Stichen am Rand entlang auf die fertigen, gestopften Pfoten oder Füsse aufgenäht. Bevor das Teil rundum aufgenäht ist, wird der Ballen noch mit etwas Füllwatte ausgestopft. Diese Technik eignet sich nur für größere Bären bzw. Sohlen. U wie (weiß) unterlegen Um Teddys einen noch lebendigeren und sehr ausdrucksstarken Blick zu verleihen, kann man schwarze Augen weiß unterlegen. Für das sogenannte Augenweiß kann man weißen Filz, weißen Pfotenstoff aber auch dickes Papier verwenden. Es werden zwei gleichmäßig große Stücke halbrund zurecht geschnitten und an die Augengröße angepasst. Man kann das Augenweiß entweder vor dem Einziehen der Augen an der Augenunterseite festkleben oder unter die noch etwas lockeren Augen schieben und diese dann festziehen. Je nach Größe und Position des Augenweiß wirkt der Teddybär kindlich, schüchtern, erstaunt und scheint in eine bestimmte Richtung zu schauen. W wie Wackelgelenk Am häufigsten verwendet man Wackelgelenke für den Kopf, und weiterhin auch für Arme und Beine, um eine größere Beweglichkeit und Lebendigkeit der Teddys zu erreichen. Hierfür werden Rundkopfsplinte benutzt. Teddys mit Wackelgelenken sind besonders anschmiegsam, können jedoch durch das lockere Splinten nicht stehen oder Gegenstände halten. Y wie Yes/No-Mechanik Die Yes-No Mechanik geht bereits in die 1920er Jahre zurück. Ihr Erfinder war Heinrich Müller, der 1912 zusammen mit seinem Partner Schreyer & Co. gründete. Dieser Firmenname wurde 1921 in Schuco geändert. Der große Erfolg von Schuco war nicht zuletzt auf die mechanischen Erfindungen von Heinrich Müller zurückzuführen. Bei der Yes-No Mechanik kann durch ein Bewegen des Schwänzchens der Teddykopf in alle Richtungen bewegt werden. Später verwendeten auch andere Teddyhersteller eine ähnliche Technik. Z wie Zähne Um Teddybären oder anderen Tieren ein ganzes Gebiss oder einzelne Zähnchen zu geben, kann man Zähne aus Fimo selbst modellieren oder aus weißem (Moos)Gummi herstellen. Für Baby- oder Hasenzähnchen eignet sich auch dicker weißer, Wollfilz oder stabiler Karton. Die Zähne werden meistens in bzw. an das offene Mäulchen geklebt. |
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