Marianne lässt sich meistens vom Aussehen des Mohairs oder Alpaka inspirieren.
"Der Stoff zeigt mir fast, was für eine Art Bär er gern werden möchte. Auch echte, lebende Tiere inspirieren mich, wie z.B. meine eigenen, zwei Katzen.
Die Art und Weise wie sie mich anschauen oder wie sie sich meinem Mann Jan and mir
gegenüber oder untereinander verhalten. Aber auch Szenen aus Tierfilmen im Fernsehen
oder auch einfach das Beobachten des Nachbarhundes sind Quellen der Inspiration.
Cedric
Jeder Bärenmacher mag etwas ganz besonders bei seiner Arbeit. Für Marianne ist es zunächst die "Mohair-Jagd" auf Teddymessen
(Fan der handgefärbten Mohairstoffe von Barbara-Ann). Beim Bären machen selbst ist es ihre Lieblings- beschäftigung, den Bären
zum Leben zu erwecken (das Gesicht skulptieren & trimmen, Augen positionieren,
Nase sticken, vielleicht ein paar zusätzliche Farbakzente, passende Accessoires finden ...).
Blick in die Zukunft
Marianne hofft, einmal einen Preis wie den TOBY zu gewinnen. Aber auch über eine
weniger bekannte Auszeichnung
würde sie sich freuen. In der Vergangenheit war sie bereits bei mehreren EVA Nominierungen erfolgreich (jetzt die Leserwahl-Auszeichnung des englischen Teddybär-Magazins):
1999 Olga Bearanova and Griselda, 2000 Björn, 2001 Roddy und 2002 Queenie B.
Aber sie gibt auch zu bedenken, dass es für sie keine schönere Auszeichnung gebe als
dabei zu sein, wenn Teddyfans sich in ihre Bären verlieben. Obwohl Marianne nicht an sehr vielen Messen teilnimmt, ist es ihr
sehr wichtig, bei diesen Gelegenheiten mit Besuchern, Sammlern und anderen Teddybärkünstlern ins Gespräch zu kommen.
Balthasar - ein Mohair Bär mit Nadelfilz-Schnauze und Händen und Füßen (aus Leder) in Trapunto Technik
Bärige Heimat Niederlande
Im Dezember 2005 zog Marianne mit ihrem Mann ins historische Stadtzentrum von Schiedam (ein Hafen im Westen von Rotterdam).
Die Bären entstehen an Bord eines im Jahr 1895 gebauten Segelschiffes namens 'Hoop op Behoud'. Der historische Wohnsitz wird gut gepflegt und
bei gutem Wetter auch für einen Segelausflug genutzt. Geboren wurde Marianne
1952 in Rotterdam, wo sie zusammen mit ihren jüngeren Geschwistern aufwuchs.
Die Teddyszene
Marianne: "Ich glaube, dass die Bedeutung des Teddybären in Holland stetig zunimmt.
Die Anfänge der holländischen Teddybär-Szene liegen ca. 15 Jahre zurück, vielleicht auch noch etwas länger.
Wir haben nur ein Magazin - namens 'De Teddybeer'. Dieses Magazin wird von der selben
familien-geführten Firma herausgegeben, die auch die meisten Teddybär- und Puppenmessen in Holland
und einige in Belgien organisiert (zusammen mindestens zwei pro Monat, so dass Teddyfans in Holland und Belgien
sich nicht beschweren können). Es gibt auch eine beständige Anzahl von Teddysammlern in Holland,
und wahrscheinlich wie in Deutschland auch eine größere Anzahl von Leuten,
die als Hobby Bären fertigen, egal ob allein oder in Gruppen. Einige Teddykünstler bieten Workshops an. Und mein Lieferant, über den ich meine Materialien beziehe,
begrüßt regelmäßig sehr bekannte Teddykünstler aus der ganzen Welt (USA, Singapore) für Profikurse.
Valentijn aus Alpaka
Bezüglich Wettbewerben in den Niederlanden gibt es meines Wissens nach nur einen Teddy-
Wettbewerb, und das ist der "Teddybeer Ring" - wobei die Besucher während der jährlich stattfindenden 2-Tages-Messe
in Ahoy (Rotterdam) für ihren Favoriten abstimmen können. Also meiner Meinung nach kein richtiger Wettbewerb,
weil es keine Jury gibt, welche die Bären näher begutachtet. Für ernstzunehmende Wettbewerbe müssen wir niederländischen Teddykünstler
nach England, Deutschland, Österreich, in die USA oder nach Japan."
Gern wollten wir auch wissen, inwieweit sich Marianne bei ihrer Arbeit durch ihre Heimat beeinflussen lässt.
Marianne ist überzeugt, dass ihre Bären sicher anders ausehen würden, wenn sie nicht von 1997
(als sie mit dem Bärenmachen begann) bis Dezember 2005 in der Stadt Dordrecht gewohnt hätte.
Denn ganz in ihrer Nähe befand sich eines der bekanntesten Teddybär-Fachgeschäfte in Holland.
Dort erwarb sie nicht nur hochwertige Materialien, sondern noch viel wichtiger,
hier bekam sie auch sehr viele Tipps und Ratschläge und verbrachte viele Stunden in der Gesellschaft
von bärigen und menschlichen Freunden.
Pascqualino mit seiner Kaninchen-Kappe
Wir danken Marianne Risseeuw für die nette Zusammenarbeit und Bereitstellung der Fotos und Informationen.
Kuscheltier News grüßt die BeauT Bears und wünscht alles Gute.