Von Zeit zu Zeit stellt Kuscheltier News Teddykünstler(innen) aus anderen Ländern vor. Dieses Mal besuchen wir Marianne Risseeuw in den Niederlanden.
Marianne und ihre Bären
Mariannes Teddybären sind Einzelanfertigungen, die meisten sind stehend ca. 35 bis 40 cm groß -
die favorisierte Größe der Bärenmacherin. Selten entstehen auch größere und etwas kleinere Bären.
Obwohl Marianne auch schon wirklich kleinen, nadelgefilzten Bärchen auf die Welt half,
glaubt sie, dass die größeren Bären besser zu ihr passen.
Esbearalda
Die BeauT Bears werden hauptsächlich aus Mohair oder Alpaka gefertigt, wobei Marianne sehr gern
gefärbtes Mohair verwendet und vor allem Pastelltöne sehr mag. Gern kombiniert sie verschiedene Farben und Strukturen an einem Bären.
Das Auswählen zusammen passender Mohairstoffe ist für sie ein wichtiger Aspekt des Bären machens. Marianne: "Oft sind es Farbe und Struktur des Mohairs,
die mich inspirieren. Selbst wenn eine Kombination anfangs extrem zu sein scheint, schaffe ich es doch gewöhnlich immer wieder, einen Bären mit einem
freundlichen Charakter zu kreieren, ohne ihn extrem oder verrückt aussehen zu lassen."
Marianne nimmt sich viel Zeit für die Gestaltung des Bärengesichtes, denn der Bär soll aussehen, als wäre er
ein lebendiges Geschöpf. Weiterhin soll jeder einen eigenen Charakter haben.
Obwohl viele von Mariannes Bären farbenfrohe Geschöpfe sind, entstehen hin und wieder auch Exemplare mit
natürlichen Farben.
Vor ca. einem Jahr begann sie, beim Bärenmachen verschiedene Techniken anzuwenden, z.B. ein
Mohairbär mit einer nadelgefilzten Schnauze und/oder Ledertatzen und -sohlen. Trotz des mitunter großen
Zeitaufwandes ist für sie das Ergebnis Belohnung genug.
Neben Esbearalda haben auch Madoc und Frouke sehr schöne Mohairfarben.
Auf den Bären gekommen
Tatsächlich war es eine ihrer Schwestern, die Marianne zum Bären machen brachte:
"Es war im Herbst 1996 and Ingrid war überzeugt, dass das Bären machen etwas für mich sei.
Ich teilte ihre Meinung damals nicht, aber sie kannte mich scheinbar besser als ich mich selbst.
Sie machte weiterhin ihre Bären und kümmerte sich nicht weiter um mich.
Etwas später besuchten Ingrid und ich einen Porzellanpuppen-Kurs, der mich jedoch nicht sonderlich ansprach -
nur jede Menge Staub und keine wirkliche Herausforderung für mich. Bei einem späteren Puppen-Workshop sah ich alle möglichen Arten von Stoffen, die für Puppenbekleidung
UND für Plüschtiere geeignet waren.
Flavio - ein Alpaka Bär mit extra Farbakzenten
Ich verliebte mich in einen braun-grauen Stoff (kein Mohair) und kaufte ihn.
Meine Schwester gab mir ein Schnittmuster, Augen, Gelenke, Füllmaterial und etwas später wurde mein erster Teddy geboren.
Ich hatte ihn nicht richtig gestopft und die Gelenke waren nicht perfekt, und ich stickte seine Nase
horizontal anstatt vertikal. Er war wahrlich keine Schön- heit, im Gegenteil. Aber von diesem Moment an hing ich am Bärenmachen."
Die Bärenmacherin
Nachdem Marianne einige Bären nach Schnitt- mustern aus Magazinen / gekauften Schnitten gefertigt hatte,
versuchte sie einen eigenen
Bären zu kreieren. Einer ihrer ersten Design-Versuche war ein blondes Teddy-Mädchen
mit weichen, gebogenen Beinen und einem kurzen blauen Mantel mit weißem Fellkragen.
Marianne: "Ich benutzte das selbe Schnittmuster für meinen nächsten Bären 'Olga Bearanova",
welchen ich aus weißem Schulte Mohair machte - mit synthetischen Plüschmantel und -hut.
Ich meldete sie für die EVA 1999 in London an, und zu meiner Überraschung wurde sie als Finalistin in der Kategorie für bekleidete Bären nominiert. Mein Bär "Griselda" war in der Kategorie für unbekleidete Bären nominiert worden."