Grenzenlose Hilfe für Tiere - sans frontieres


Barbara Spiga, Teddykünstlerin aus Pfastatt im Elsass ist als typische
Vertreterin des Sternzeichens "Zwilling" ständig mit irgendwelchen Ideen
beschäftigt. Sie probiert, entwirft dieses und jenes - und heraus kommen
liebenswerte Teddybären und andere plüschige Geschöpfe. "Bloß nicht
stillhalten!" lautet Barbaras Devise.

  Wahlheimat Frankreich

Eigentlich kommt Barbara aus Dortmund.
Als sie 1978 ihren italienischen Ehemann dort kennen lernte, wollte er nicht in Deutschland bleiben und Barbara konnte sich mit dem heißen Italien nicht recht anfreunden. Was also tun? Die beiden einigten sich auf ein neues Leben in Frank-
reich, und nachdem sie sich das Land lange genug angeschaut hatten, blieben sie 1981 im Dreiländereck "Deutschland - Frankreich - Schweiz" hängen - nahe Mulhouse, in einem kleinen Ort mit 8000 Seelen.

Der Anfang war schwer, denn die Spiga's sprachen beide kein Wort Französisch. Mittlerweile fühlt sich Barbara in ihrer Wahlheimat Frankreich fast zu Hause.

Aller Anfang ist schwer ...

Bevor die 3-fache Mutter ihren ersten eigenen Bären nähte, musste noch ein kleines Problem gelöst werden. "Mit Nadel und Faden stand ich total auf Kriegsfuß. Mit einer Mama, die gelernte Modellschneiderin ist, brauchte ich mich nie um Näharbeiten zu kümmern", erzählt Barbara. "Mit dem Nähen kam ich dann eines Tages in Berührung, weil mein Mann mich damit aufzog, dass ich noch nicht einmal einfachste Kleidung für unsere, damals noch kleinen Kinder nähen könne! Wie aus der Pistole geschossen kam: Kann ich doch !!!!
- ich hab bloß keine Nähmaschine!! Noch am selben Abend bekam ich ein funkelnagelneues Modell, hatte aber leider keinen Schimmer, was ich damit machen sollte!"


Barbara freundete sich letztendlich doch mit der Nähmaschine an, und unter-
nahm erste, erfolgreiche Nähversuche. Inzwischen wird die Maschine nur
noch bei Teddykleidung eingesetzt, ihre Tiere selbst sind reine Handarbeit.

Mit der Bärenmacherei erging es Barbara kaum anders als vielen anderen. Einmal wollte sie es selbst ausprobieren, und sofort hatte sie der berühmte "Teddyvirus" erwischt. Unterstützt von ihrer Mutter, welche die ersten Materialkäufe sponsorte, klappte das Bärenmachen auf Anhieb so gut, dass Barbara schnelle Erfolge verzeichnen konnte. Verwandte und Bekannte ließen sich auf die "Warteliste" für künftige Teddybären setzen, und ihr Teddy-
pärchen in Elsässer Tracht wurde von einem örtlichen Spielzeugmuseum gekauft. Später kamen ein 2. Platz bei der Euro-Teddy und dann ein 3. Platz bei der TED-Worldwide dazu.


Rattinella
  Es folgte die Anmeldung zu einer lokalen Ausstellung mit Hobbyhandwerkern und Hobbykünstlern aus verschiedenen Bereichen. ... Barbara liebt die stimmungs-
vollen Weihnachtsmärkte in der Gegend,
und jedes Jahr werde sie von Veranstaltern angesprochen, ob sie nicht hier oder da ausstellen wolle.

Bärenszene Frankreich ?!

Da wir in unseren Porträts auch etwas über die "Teddyszene" in den jeweiligen Ländern in Erfahrung bringen möchten, haben wir Barbara gebeten, uns von ihren Erfahrungen zu erzählen.
"Es gibt schon Teddysammler, aber die gehen entweder nach Deutschland oder in die nahe Schweiz, um ihr Glück zu finden. Bei den meisten Elsässern ist "Teddy" entweder ein Kinderspielzeug oder synonym mit "Steiff".
Ehrlich, ich behaupte, es gibt, zumindest im Elsass, keine Teddyszene."

"Es gibt den Teddy Club "Gueule de Miel" , der regelmäßig Shows in Paris veranstaltet. Ich selbst war aber noch nie da. Zu diesem Club gehören die sogenannten "typisch französischen Bärenmacherinnen" Marilou Jouet und Daniéle Page (wobei ich noch nicht herausgefunden habe, was typisch Französisch eigentlich ist)."

 

Die BOBBYBÄREN

Barbara lässt sich beim Entwerfen ihrer Tiere kaum von ihrer Wahlheimat beeinflussen. Ihre Bären, Ratten, Mäuse, Hasen, Katzen und sonstige Viechereien kommen "aus dem Herzen und dem Bauch". Am Nordpol und
in der Südsee würde sie wohl die gleichen Geschöpfe erschaffen.


  Ein Accessoire, ein neuer Stoff oder Anregungen zukünftiger Adoptiveltern genügen, um Barbaras Finger kribbeln
zu lassen. Sie arbeitet oft nach den Wünschen von Kunden, was auch schon
mal zu Überraschungen und skurillen Wünschen führen kann (z.B. Marylin Manson als Teddy oder eine Schweizer "Heidi", die am Ende als frecher Punker-Teddy zum neuen Besitzer kommt).

Barbara bestätigt uns, dass es DEN Bobbybären nicht gibt. Sie wolle sich nicht auf bestimmte Tiere oder Stile festlegen. Viel wichtiger sei es ihr, neugierig zu bleiben, experimentierfreudig zu sein und dem Betrachter und auch sich selbst, den Überraschungseffekt zu erhalten.

Double JE ist ein zweiseitiger Clownsbär mit pivotieren Füssen. So kann man einmal
den "traurigen" und einmal den "lustigen" Clown anschauen.


    

Wir wünschen Barbara Spiga weiterhin viel bärigen Erfolg und wir freuen uns auf neue Bobbybären, die keine typischen Bobbybären sind.


Barbara Spiga
BOBBYBAER


www.bobbybaer.com
bobbybaer@hotmail.com


  




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