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In eigener Sache
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Eine Bärendoktorin erzählt Teil 3 (Barbara Wahnemühl)
Es ist wieder einmal an der Zeit, einer Bärendoktorin über die Schulter zu schauen. Dieses Mal erzählt uns Barbara Wahnemühl
aus Duisburg von ihrer Arbeit.
Der Anfang
Etwa Mitte der 90er Jahre begann Barbara Wahnemühl damit, alte Teddybären verschiedener Hersteller auf Flohmärkten zu kaufen und zu sammeln. Manche dieser alten Gesellen sahen nicht mehr ganz taufrisch aus, so dass Barbara sie zumindest reinigte.
Manchmal mussten auch einige Stellen genäht werden, hier und da musste Holzwolle aufgefüllt werden oder Arme und Beine fehlten.
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Etwa 1999 entwickelte sie den Ehrgeiz, selbst einen Teddy herzustellen. Mit dem Aufbau und dem Innenleben der Teddys war sie längst vertraut.
Zunächst griff sie nach einer Bastelpackung, das schien recht einfach zu sein.
Mit dem Ergebnis war Barbara jedoch nicht sehr zufrieden, und so folgten |
weitere Anläufe mit anderen Modellen, und es funktionierte schon bald immer besser.
Erste Patienten
Barbara: "Mein erster richtiger Teddy-Patient war eigentlich mein eigener, alter Knuddelbär - lange bevor ich daran dachte, auch anderen Patienten zu helfen. Ihn musste ich praktisch komplett wieder herrichten, sein Fell neu beziehen (!), ein wenig nachstopfen und diverse Nähte wieder schließen. Damals wusste ich noch gar nicht, dass es dafür spezielle Stoffe gibt.

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Ich habe den Körper dann einfach mit Nickistoff bezogen. Da er so schöne rot-weiß karierte Ohren und Tatzen hatte, habe ich ihm einen passenden Anzug gestrickt und er war wieder ein ganz stolzer Bär!"
Immer wieder "operierte" Barbara die Lieblinge von Freunden und Verwandten (siehe Beispiel links). Die Besitzer waren immer voll des Lobes, wenn sie ihren genesenen Teddy wieder freudig in den Händen hielten.
Barbara eignete sich weitere Kenntnisse über Materialien und deren Bezugs- quellen an, und informierte sich über die Historie von Teddybären verschiedener Hersteller.
So entstand ein richtiges kleines Vorratslager, um für jeden Teddy |
das zu ihm passende Reparaturmaterial zu haben. Schließlich sollten alle Plüsch- Patienten so originalgetreu wie möglich wieder zu ihrer Familie zurückkehren.
Einmal kam eine Bekannte zu Barbara, die einen Teddy vor dem Sperrmüll gerettet hatte und der sie aus roten Augen traurig ansah. Nach einer Grund- reinigung und mit neuen Tatzen und Augen darf er nun in seinem eigenen Korb- stuhl im Wintergarten seinen Lebensabend verbringen.

Der arme Bär vom Sperrmüll
Bildnachweis: © Barbara Wahnemühl (www.barbara-wahnemuehl.de)
Bärendoktor-Porträt Seite 2
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Buchtipps "Historische Teddybären"
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