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Vorgestellt: Andrea Weigel
Bitte stellen Sie sich und Ihre Bären mit eigenen Worten vor.
Ich bin 31 Jahre alt, Wahl-Dresdnerin und seit 2003 selbstständig. Meine Bären sind eine kunterbunte Bande, bestehend aus vielen eigenen Werken und fast noch mehr käuflich erworbenen Plüschkameraden.
Wann haben Sie mit dem Bären machen begonnen und was war der Anlass dafür?
Ich habe mich im Oktober 1999 zum ersten Mal als Bärenmacherin versucht.
Das Sammeln allein war mir nicht mehr genug.
Einen genauen Anlass gab es eigentlich nicht. Ich war neugierig auf einen eigenen Teddy, und das kreative Experimentieren war genau das richtige für mich.
Können Sie sich noch an den ersten Teddy erinnern, den Sie selbst gefertigt haben?
Oh ja, das ist mein Jacky. Es war eine Bastelpackung, die ich ausgerechnet in einer Buch- handlung entdeckt hatte. Jacky ist nicht unbedingt ein Meisterwerk geworden, aber ich liebe ihn trotzdem über alles und würde ihn niemals hergeben wollen.
Wieviele eigene Schnitte haben Sie schon ungefähr entworfen?
Bisher habe ich für den Privatgebrauch größtenteils Fremdschnitte verwendet und verändert. Nur einen Teddy habe ich bisher komplett selbst entworfen. Es ist ein antik wirkender Teddy, der mir recht gut gelungen ist. Nur ein bisschen dünn ist er geworden.
 Giacomo, Leon & Lukas
Mit welchen Größen und Materialen arbeiten Sie am liebsten?
Am liebsten arbeite ich mit einer Größe von ca. 15-20 cm. Anfangs habe ich synthetischen Teddyplüsch verwendet, mittlerweile arbeite ich ausschließlich mit Mohair.
Haben Sie einen absoluten Lieblingsteddy? Falls ja, warum gerade diesen?
Eigentlich habe ich keinen absoluten Favoriten. Ich liebe sie alle, und könnte mich von keinem trennen.
Jeder ist für mich etwas ganz Besonderes. Jeder hat seine persönliche Geschichte, und mit jedem einzelnen verbinde ich wertvolle Erinnerungen.
Woher nehmen Sie die Ideen für Ihre Teddys? Was inspiriert Sie?
Manchmal lasse ich mich von Teddys anderer Bärenmacher inspirieren, manchmal kommen mir Ideen einfach so. Zum Beispiel beim Spazieren gehen oder lesen.
Manchmal ergibt sich eine konkrete Idee erst, wenn ich mit der Arbeit bereits angefangen habe.
 Amor und Daisy
Was sind Ihre persönlichen Stärken?
Ich glaube nicht, dass ich eine besondere Stärke habe. Ich achte jedoch besonders auf liebe Bärengesichter, auf eine sorgfältig gestickte Nase und eine möglichst gleichmäßige Sohlenbestickung.
Aber das ist sicher nichts besonderes.
Sammeln Sie auch Teddys anderer Künstler bzw. bestimmter Firmen?
Mit dem Sammeln fing meine "Bärenkarriere" überhaupt erst an. Ich habe Teddys u.a. von Steiff,
Teddy-Hermann, Schuco, Martin, Clemens, Emmy Krienitz und viele Bären unbekannter Herkunft.
Bevorzugen Sie traditionelle Teddys oder dürfen es auch mal witzige und ausgefallene Exemplare sein?
Ich bin generell ein Fan von antiken oder antik aussehenden Bären. Aber ich mag auch moderne Bären mit witzigen Accessoires.
Es ist wunderbar, dass es inzwischen soviele verschiedene Bärentypen gibt.
 Lucy und Mindia
Was war bisher Ihr größter und kleinster Teddy, den Sie gefertigt haben?
Der kleinste ist ca. 10 cm groß, der größte in etwa 35 cm.
Was ist für Sie das Schönste am Bären machen?
Ich finde es immer wieder faszinierend, wenn aus einzelnen Fellteilen Schritt für Schritt ein kleines "Lebewesen" entsteht.
Jeder Teddy hat seinen eigenen Gesichtsausdruck, keiner gleicht dem anderen. Selbst die Teddys, die ich in Kleinstserien fertige, sind doch alle Unikate.
Nehmen Sie regelmäßig an Messen, Börsen, Wettbewerben teil?
Ich habe zwar mehrere Messen besucht, war jedoch noch nicht als Aussteller oder Wettbewerbsteilnehmer dort.
Haben Sie bereits einen Preis gewonnen?
Leider noch nicht.
Haben Sie einen ganz persönlichen Wunschtraum in Bezug auf das Bären machen?
Ich würde gern alle Kenntnisse und Fertigkeiten haben, um alle meine Ideen genau so umsetzen zu können, wie ich es mir wünsche.
Was möchten Sie anderen Bärenmachern / Bärenfans mit auf den Weg geben?
Habt Spaß am Bären machen und sammeln. Versucht euren eigenen Stil zu finden, und geht euren Weg. Und wenn es mal nicht
so klappt, lasst euch nicht entmutigen.
Bärige Grüsse, Andrea Weigel
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